Mobilcom-Gründer vor Gericht
Gerhard Schmid übernahm sich mit UMTS
Vor dem Landgericht Kiel hat am Mittwoch der Prozess gegen den Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid wegen Bankrotthandlung begonnen. Möglicherweise werde bereits am ersten Verhandlungstag ein Urteil gefällt, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Ein zweiter Verhandlungstag sei am Freitag angesetzt.
Geld nach Liechtenstein transferiert
Der frühere Chef des Mobilfunkdienstleisters soll 2002 Geld nach Liechtenstein transferiert haben, obwohl die Landesbank Sachsen, bei der er hoch verschuldet war, gegen ihn einen Pfändungsbeschluss über rund zehn Millionen Euro erwirkt hatte. Die Pfändung blieb erfolglos.
Schmid droht eine Geldstrafe oder Haft von bis zu fünf Jahren. Schmid hatte die Mobilcom Anfang der 90er Jahre gegründet. 2002 wurde er jedoch als Vorstandschef abgesetzt. Hintergrund war der Einstieg ins UMTS-Geschäft, bei dem sich Schmid übernommen hatte, und der Streit mit dem Mobilcom-Anteilseigner France Telecom über die Geschwindigkeit des UMTS-Aufbaus. 2003 meldete Schmid Privatinsolvenz an.
(APA | Reuters)
