Digitalradio setzt Kurzwelle unter Druck
Das Internet setzt die Kurzwelle weiter unter Druck: Zum Jahresbeginn haben drei Sender ihren Übertragungen auf Kurzwelle eingestellt und die Hörer auf das Internet oder Satellitenempfang verwiesen.
Dabei handelt es sich um das irische Radio Telefis Eireann [RTE], das norwegische Norsk Rikskringkasting [NRK] und das dänische Danmarks Radio [DR]. Dies berichtet der Fachdienst "dxing.info".
Die Sender erklärten die Kurzwelle für historisch überholt und begründeten ihre Entscheidung mit der Notwendigkeit, Kosten einzusparen.
"Kurzwellensendungen sind nicht die Zukunft"
"Die Kurzwelle ist ein bedeutender und wichtiger Teil der
Geschichte von NRK", erklärte der Vertriebschef des norwegischen
Senders, Petter Hox. "Man muss aber realistisch sein.
Kurzwellensendungen sind nicht die Zukunft."
dxing.infoDRM soll analoges Radio ablösen
Die Kurzwellenszene setzt ihre Hoffnungen jetzt verstärkt auf die Digitalisierung des AM-Rundfunks: Der neu im Juni 2003 eingeführte Standard "Digital Radio Mondiale" [DRM] soll den Hörern einen Empfang in annähernder UKW-Qualität ermöglichen.
Bislang ist das Angebot an DRM-Sendern jedoch noch relativ gering; zudem läuft die Entwicklung serienmäßiger DRM-Empfangsgeräte nur langsam an.
Experten gehen aber davon aus, dass DRM langfristig das analoge Radio über Kurz-, Mittel- und Langwelle ablösen wird.
Höhere Übertragungsqualität
Sender, die auf der Kurz-, Mittel- und Langwelle senden, sind
häufig wegen starker Störgeräusche nur schwer zu empfangen. Mit dem
digitalen Sendeverfahren soll in diesen Frequenzbereichen jedoch
eine hohe Übertragungsqualität erreicht werden.
Radio wird digitalisiert
