Bestechungsaffäre bei IBM Südkorea
Ein Bestechungsskandal erschüttert derzeit die IBM-Niederlassung in Südkorea.
IBM Korea sowie seine lokalen Geschäftsstellen sollen Regierungsbeamte bestochen haben, um an staatliche Aufträge mit einem Volumen von insgesamt 66 Milliarden Won, umgerechnet 44 Millionen Euro, zu gelangen.
48 Angestellte der Regierung und von IBM wurden bereits angeklagt.
Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, hat IBM Korea sein Bedauern über den Vorfall ausgedrückt, und bekräftigt, die Bestechungen niemals unterstützt oder beauftragt zu haben.
Aufträge der Steuerbehörde
Angeklagt wurde unter anderem auch Jang Kyong-ho, Chef für
öffentliche Aufträge bei IBM Korea. Jang wird beschuldigt, dem
lokalen IBM Server-Distributor Winsol geholfen zu haben, einen
Auftrag der Steuerbehörde über 43 Milliarden Won an Land zu ziehen.
IBM KoreaMitbewerb ebenfalls bestochen
Weiters soll Winsol mit IBMs Hilfe einen Vertrag mit dem Technologieministerium abgeschlossen haben. Dabei soll angeblich der Mitbewerb - LG Electronics und SK C&C - mit Bestechungen dazu gebracht worden sein, ihre Angebote zurückzuziehen.
Jang und 11 andere Angestellte wurden in den letzten Wochen in Haft genommen. Die restlichen Angeklagten befinden sich auf freiem Fuss.
