Keine Abfindung für Ex-Vivendi-Chef
Der französisch-amerikanische Medienkonzern Vivendi Universal und der frühere Vivendi-Chef Jean-Marie Messier haben sich mit der US-Börsenaufsicht SEC über deren Betrugsvorwürfe geeinigt.
Als Teil der Einigung habe Vivendi eingewilligt, 50 Millionen USD [40,3 Mio. Euro] Strafe zu zahlen, teilte die SEC mit. Messier habe sich bereit erklärt, auf seine Forderung nach 21 Millionen Euro Abfindung zu verzichten.
Die SEC teilte weiters mit, zwischen Dezember 2000 und Juli 2002 habe das Unternehmen falsche Presseerklärungen veröffentlicht, unsachgemäße Gewinnberichtigungen angegeben und es versäumt, künftige finanzielle Verbindlichkeiten bekannt zu geben.
Vivendi hatte Messier im Juli 2002 ohne Abfindung entlassen, nachdem immer mehr Investoren dem Manager das Vertrauen entzogen hatten.
Messier-Abfindung vorerst gestopptMessier wurde Leitung untersagt
Messier sei es untersagt worden, in den kommenden zehn Jahren eine Aktiengesellschaft zu führen, so die SEC weiter. Dem früheren Finanzchef von Vivendi, Guillaume Hannezo, wurde dies für fünf Jahre untersagt.
Hannezo hat sich ebenfalls mit der SEC geeinigt. Er und Messier sollen insgesamt mehr als eine Million USD Strafe zahlen. Die beiden Ex-Manager und Vivendi gestanden keinen Fehlern ein, wiesen aber auch keinen zurück.
Messier hatte den ehemaligen Wasserver- und Entsorger Vivendi zu einem der weltweit größten Medien- und Unterhaltungskonzerne ausgebaut und dabei Schulden in Milliardenhöhe angehäuft.
