15.12.2003

2004

Umwälzungen auf dem Flachdisplay-Markt

Der Flachbildschirm-Markt ist im kommenden Jahr Analysten zufolge von gewaltigen Veränderungen geprägt.

Generell teilt sich der Markt in kleine und große Displays. Die vor einigen Wochen zu Ende gegangene Konferenz "Flat Panel Display International 2003" zeigte, welche Umwälzungen in beiden Sektoren bevorstehen.

Demnach wird der Markt für kleinere LC-Displays vor allem von so genannten organischen Elektroluminiszenz-Displays [OELD] bedroht. Letzere befanden sich bis vor kurzem noch im Prototypen-Stadium, wurden dann vor allem als Handydisplays verbaut und befinden sich nun auf dem Sprung auf den Massenmarkt.

Vorteil der OELDs ist, dass sie selbst leuchtend sind und somit keine Hintergrundbeleuchtung benötigen. Außerdem fällt bei ihnen das Problem mit dem eingeschränkten Betrachtungswinkel weg. Einziges Manko ist noch die Lebensdauer, die aber mittlerweile auf mehrere Jahre ausgedehnt wurde und ständig verbessert wird.

Preisfrage entscheidend

Treibender Faktor ist weniger die technologische Entwicklung, vielmehr die Preisfrage. Bis dato waren Displays jenseits der 32 Zoll [81 Zentimeter] Bilddiagonale stets um rund 750 Euro teurer als die Plasma-Pendants.

Samsung will durch verbesserte Produktionsbedingungen den Ausschuss so weit verringern, dass die Kosten von LCDs unter denen von Plasmaschirmen liegen. Samsung argumentiert, dass bei der Verbesserung der Ausschussrate noch Luft nach oben sei, während bei Plasmadisplays die Möglichkeiten bereits ausgereizt seien.

Matsushita hingegen, Verfechter der Plasmatechnologie, ist der Meinung, dass in diesem Bereich noch Verbesserungen möglich sind, und will nächstes Jahr aktiv investieren. Ziel sind "10.000 Yen pro Zoll im Jahr 2005", was bei einem 81-cm-Display Kosten von 2.400 Euro entsprechen würde.

Aktiv-Displays dominieren

Dritter Markttrend ist das Verschwinden von passiven Displays. Diese wurden vor allem in der Anfangszeit der LCDs eingesetzt, sind billiger zu produzieren, aber weniger leuchtstark und ziehen auf Grund ihrer Langsamkeit Leuchtspuren bei bewegten Bildern nach.