Alterungssimulation soll Raucher schocken
Zur Abschreckung vor dem Rauchen haben US-Forscher eine neue Methode entwickelt:
Mit der Alterungs-Software "APRIL" [age progression image launcher] simulierten sie aus Porträtfotos von Schülern und Studenten zwei Varianten ihrer Gesichter als etwa 50-Jährige.
Ein Bild zeigte sie als Nichtraucher, das andere bildete die Testpersonen als Raucher mit viel mehr Falten und fahlerer Haut ab.
Beim Anblick der Bilder hätten die meisten Studenten betroffen geschwiegen, berichtet das Magazin "Münchener Medizinische Wochenschrift".
Die Idee zu der Software entwickelten die Forscher um Patricia Hysert vom Roswell Park Cancer Institute in Buffalo nach Befragungen unter amerikanischen Schülern. Ein Viertel der Befragten war der Ansicht, insbesondere Mädchen ließen sich durch negative Auswirkungen auf das Aussehen vom Griff zur Zigarette abhalten.
Handy statt Raucher-KaugummisEindrucksvoll
Der Effekt des Rauchens auf das Aussehen schien bei den Studenten eine nachhaltig abschreckende Wirkung zu zeigen:
Die Frage, ob sie glaubten, irgendwann im kommenden Jahr wieder eine Zigarette zu rauchen, beantworteten nach dem Anblick der Bilder 73,3 Prozent der rauchenden Testpersonen mit Ja. Vor dem Test wollten noch 86,7 Prozent in Zukunft wieder zur Zigarette greifen.
Auch Nichtrauchern brachte die Simulation neue Erkenntnisse: Vor dem Test glaubten 79,2 Prozent, eine oder weniger Zigaretten pro Tag seien schädlich. Nach dem Anblick der Bilder waren 92,1 Prozent von ihnen dieser Meinung.
