03.12.2003

OS

DoCoMo bringt Linux auf Handys

Der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo will Linux als Betriebssystem-Standard für 3-G-Mobiltelefone einführen.

Um die Preise von Handsets senken zu können und den Versuch Microsofts, auf dem Handymarkt aktiv zu werden, zurückzuschlagen, sollen die ersten Geräte bereits im Herbst 2004 präsentiert werden.

Japans größter Mobilfunker will damit nicht nur die Kosten für seine Geräte senken, sondern auch international einen Standard durchsetzen.

Entwicklungskosten sollen gesenkt werden

Die Einführung eines Betriebssystemstandards kann daher auch die Entwicklungskosten drastisch senken. Die Hersteller, die per se unabhängig, de facto aber an NTT DoCoMo gebunden sind, werden laut Marktbeobachtern durch die Bank den Schwenk mitmachen.

Gleichzeitig, gleichsam als Back-up, sieht sich DoCoMo nach Alternativen um. So soll derzeit das Symbian-System, das bereits in vielen Handys im Einsatz ist, unter die Lupe genommen werden.

Laut DoCoMo könnten die Einsparungen pro Handset mehrere Dutzend Euro betragen. Das ist besonders bei den 3-G-Handys, die mit dem UMTS-Dienst FOMA funktionieren, von Bedeutung.