DoCoMo bringt Linux auf Handys
Der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo will Linux als Betriebssystem-Standard für 3-G-Mobiltelefone einführen.
Um die Preise von Handsets senken zu können und den Versuch Microsofts, auf dem Handymarkt aktiv zu werden, zurückzuschlagen, sollen die ersten Geräte bereits im Herbst 2004 präsentiert werden.
Japans größter Mobilfunker will damit nicht nur die Kosten für seine Geräte senken, sondern auch international einen Standard durchsetzen.
Standardisierung durch gemeinsames Betriebssystem
Derzeit laufen die Handys, die von DoCoMo unterstützt werden, auf
jeweils eigenen Betriebssystemen. Aus diesem Grund müssen auch die
Applikationen, die auf den Handys eingesetzt werden, für jedes
System neu programmiert werden.
NTT DoCoMoEntwicklungskosten sollen gesenkt werden
Die Einführung eines Betriebssystemstandards kann daher auch die Entwicklungskosten drastisch senken. Die Hersteller, die per se unabhängig, de facto aber an NTT DoCoMo gebunden sind, werden laut Marktbeobachtern durch die Bank den Schwenk mitmachen.
Gleichzeitig, gleichsam als Back-up, sieht sich DoCoMo nach Alternativen um. So soll derzeit das Symbian-System, das bereits in vielen Handys im Einsatz ist, unter die Lupe genommen werden.
Laut DoCoMo könnten die Einsparungen pro Handset mehrere Dutzend Euro betragen. Das ist besonders bei den 3-G-Handys, die mit dem UMTS-Dienst FOMA funktionieren, von Bedeutung.
