01.12.2003

CONNECTED

Mobilfunk verdrängt Festnetz in Ungarn

In Ungarn setzt sich der Trend weg vom Festnetz und hin zur Mobiltelefonie ungebremst fort.

Die Anzahl der Handys war Ende September mit 7.571.000 mehr als doppelt so hoch wie jene der 3.621.000 Festnetzanschlüsse [einschließlich 599.000 ISDN-Anschlüsse].

Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung des ungarischen Statistikamtes hervor. Die Anzahl der Internet-Kunden betrug Ende September 624.000.

Wie die jüngste Statistik zeigt, setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Seit September 2002 haben 110.000 Festnetz-Kunden ihre analogen Anschlüsse abgemeldet, gleichzeitig stieg die Anzahl der ISDN-Telefonkunden um 47.000. Das bedeutet, dass 63.000 Ungarn ganz auf ein Festnetztelefon verzichtet haben.

Anzahl der Gespräche nur leicht zugenommen

Die Marktdurchdringung bei Mobiltelefonen stieg innerhalb eines Jahres von 62,1 auf 74,6 Prozent. Bemerkenswert ist, dass trotz der Zunahme der aktiven Mobiltelefonkunden um 20 Prozent innerhalb eines Jahres die Anzahl der Handygespräche nur um vier Prozent zugenommen hat.

Durchschnittlich dauert ein von einem Festnetztelefon ausgehendes Gespräch 2,9 Minuten, während ein Handyanruf bereits nach 1,3 Minuten beendet ist.

In Ungarn teilten sich Ende September 73 Internet-Provider 624.000 Kunden, um 15 Prozent mehr als Ende Juni 2003 und um 49 Prozent mehr als Ende September 2002.

Auch hier ist ein klarer Trend zu Breitband-Internet auszumachen: Während die Anzahl der Modem-Nutzer im Jahresabstand um 18 Prozent auf 401.000 stieg, legten die User von Breitbandzugängen über Telefonleitungen um 35 Prozent und die Besitzer von Kabel-Internet-Anschlüssen um 38 Prozent zu. Bei Wireless LAN betrug die Zunahme sogar 60 Prozent.