Favoritensterben bei Schach-WM
"Brutus", der österreichische Favorit bei der Computer-Schachweltmeisterschaft in Graz, hat die Führung verloren und liegt nach sieben Runden leicht angeschlagen auf Platz vier.
Nach "fulminanter Performance" in den ersten fünf Runden musste Brutus am Mittwoch nach einer unglücklichen Niederlage und einem Remis die Führung an die Programme "Shredder" und "Fritz" abgeben, teilten die Organisatoren der WM mit. Vier Runden sind noch zu spielen, noch sei alles offen.
Nach einem guten Start - Brutus hatte unter anderem in der dritten Runde am Sonntag den Mitfavoriten Fritz geschlagen - verlor er aber gegen Shredder am Dienstag sein erstes Spiel bei dieser WM. Junior und Fritz, die härtesten Konkurrenten auf dem Schachfeld, hingegen gewannen jeweils ihre Partien, im direkten Aufeinandertreffen spielten sie Remis.
Als Favoriten für den Sieg galt im Vorfeld die "Viererbande": Brutus [AUT], Junior [ISR], Fritz [NED] und Shredder [GER], so Organisator Walter Kastner. Der Sieger wird am Samstagabend feststehen.
Computer-Schach-WM in GrazNeue Favoriten für Turniersieg
Als Favoriten für den Turniersieg gelten nun Shredder und Fritz. "Weltmeister wird, wer von nun an gegen die Konkurrenz nichts mehr liegen lässt", so Schachexperten nach der Runde.
Bis zum 30. November messen sich in Graz noch Schachexperten und Software-Entwickler und ermitteln dabei den Weltmeister nach den Regeln der International Computer Games Association [ICGA].
Daneben werden in Graz die Weltmeister in der Software für andere Spiele wie Backgammon, Bridge und Poker ermittelt.
Einige der Schachcomputer sind über Standleitungen mit Rechnern verbunden, die für sie die Züge errechnen. So sitzt etwa das Hirn von Fritz in New York, Brutus vertraut auf einen Computer an der Universität Paderborn, andere spielen auf Standgeräten an Ort und Stelle.
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