Frankfurter Chipfabrik weiter unsicher
Die Zukunft der geplanten Chipfabrik in Frankfurt an der Oder bleibt weiter unklar.
Werde bis zum Freitag keine Lösung für die Finanzierung gefunden, müsse der Betreiber Communicant Insolvenz anmelden oder die Liquidierung einleiten, sagte Firmensprecher Wulf Buschardt der in Potsdam erscheinenden "Märkischen Allgemeinen" [Donnerstag-Ausgabe].
Noch immer seien Bedingungen des Bundes für die Gewährung einer Bürgschaft in Höhe von rund 500 Millionen Euro nicht erfüllt. Ohne ein positives Signal über die Absicherung wolle das Emirat Dubai als Hauptinvestor Communicant kein frisches Geld zur Verfügung stellen.
Immerhin sei Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck [SPD] mit der Zusage, zusätzliche 38 Millionen Euro Landesmittel in das Projekt zu investieren, einer der Forderungen des Bundes nachgekommen.
Rettung für Frankfurter Chipfabrik nahtIntel will Lizenzen nicht reinvestieren
Eine weitere Bedingung entwickelt sich dem Bericht zufolge aber zum Stolperstein: Der US-Konzern Intel weigert sich demnach, bereits von Communicant erhaltene Lizenzgebühren in Höhe von 16 Millionen Euro ins Unternehmen zurückzuinvestieren.
Die Verhandlungen seien zwar noch nicht abgebrochen, sagte ein Unternehmenssprecher. "Aber wir sind schon bisher weit über unsere Zusagen hinausgegangen."
