23.11.2003

HELFER

Roboter als Transporter und Therapeut

In Japan haben Wissenschaftler den nach eigenen Angaben ersten Roboter vorgestellt, der Menschen tragen kann.

In Zukunft soll der zweibeinige Roboter "WL-16" Personen im Rollstuhl über Stiegen transportieren können und beim Transport von schweren Gütern auf unebenem Boden behilflich sein.

Der "WL-16" wird von zwölf Motoren bewegt, die ihm Bewegungen nach vorne, hinten und seitwärts ermöglichen, während der Roboter eine Person von bis zu 60 Kilo trägt.

Bedient wird der Roboter vorerst drahtlos, in Zukunft soll ein Joystick-ähnlicher Controller die Bedienung ermöglichen. Ein erstes Arbeitsmodell soll in frühestens zwei Jahren fertig sein, so die Wissenschaftler der Waseda Universität in Tokio.

Plüschroboter Paro

Ein Roboter in Form eines Plüschtiers soll bei der Therapie mit pflegebedürftigen Menschen helfen, die nicht selbstständig für ein lebendes Tier sorgen können.

Tastsensoren unter dem Fell und an den Barthaaren sowie Sensoren für Sprache und visuelle Reize lassen die plüschige Sattelrobbe "Paro" reagieren: Der Roboter öffnet und schließt die Augen und die Schwimmflossen bewegen sich als Ausdruck des Wohlbefindens. Das Halten und Streicheln des Plüschtiers soll eine beruhigende Wirkung haben, vergleichbar mit Effekten aus der Therapie mit Tieren.

Erste Tests mit dem Prototyp zeigten laut seinen Entwicklern bereits positive Effekte. Demnächst soll die Plüschrobbe auch in Kinderkrankenhäusern in den USA getestet werden. Der elektronische Tierersatz soll zwischen 2.500 und 3.000 USD kosten.

Handy mit Sprachausgabe

In Spanien kommt ein Mobiltelefon speziell für sehbehinderte Menschen auf den Markt.

Das "22C" der spanischen Firma Owasys hat kein Display, stattdessen werden die Informationen, die üblicherweise auf dem Display erscheinen, vorgelesen.

Das Handy kann Text-Meldungen versenden und empfangen, Nummer oder Name des Anrufers werden ebenfalls vorgelesen. Der Tastendruck wird über ein Audio-Feedback bestätigt.