Österreicher wollen direktes Gespräch
Obwohl die mobile Kommunikation und E-Mails weiter an Bedeutung gewinnt, reden die Österreicher immer noch am liebsten von Angesicht zu Angesicht.
Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Marktforschungsinstituts MAFOS im Auftrag der mobilkom austria.
Demnach ziehen 79 Prozent der Österreicher das direkte Gespräch vor anderen Möglichkeiten vor. Dennoch werden nur 46 Prozent aller Kommunikationsinhalte tatsächlich auch so übermittelt, der Rest wird über Handy, E-Mail, SMS und Festnetz mitgeteilt.
Gesprochen wird dabei hauptsächlich über Privates, nur ein Viertel ist beruflich bedingt. Dabei führt SMS mit 95 Prozent vor Handytelefonaten mit 81 Prozent. Nur jede dritte Kommunikation wurde von den Befragten auch als tatsächlich notwendig bewertet.
Gefühle, Liebeserklärungen, Sorgen und Freuden teilen sich die Befragten fast ausschließlich direkt mit. 91 Prozent vertrauen dabei laut Studie auf das Vier-Augen-Gespräch. Liebes-SMS werden laut Studie zusätzlich zum persönlichen Kontakt versendet.
Handys lösen Festnetz abUnangehmes per E-Mail
Für unangenehme Nachrichten bevorzugten die Befragten die schriftliche Kommunikation, 26 Prozent wählen SMS und 27 Prozent E-Mail. Gleichzeitig ist aber bei SMS die Gefahr am größten, dass der Sender missverstanden wird - das gaben 78 Prozent der Befragten an.
Zum Festnetz greifen die Befragten vor allem dann, wenn Behördenkontakte abgewickelt werden müssen oder familiäre Kontakte gepflegt werden sollen.
Für Appelle ist das E-Mail das beliebteste Medium: 18 Prozent schreiben ein E-Mail, wenn sie einen beruflichen oder privaten Partner auffordern, etwas für sie zu tun. Die Kommunikation per E-Mail hat daher für die Befragten auch den Status "wichtigste Kommunikationsform" mit 35 Prozent.
