AMD baut Chipfabrik in Dresden
Der US-Prozessorhersteller AMD [Advanced Micro Devices] hat sich einem Zeitungsbericht zufolge endgültig für Dresden als Standort seiner neuen Chipfabrik entschieden.
Dies hätten politische Kreise bestätigt, berichtete das "Handelsblatt" [Montagsausgabe]. Bereits am Donnerstag solle am neuen Standort der erste Spatenstich stattfinden.
Nach Angaben der Zeitung will AMD mehr Geld in der sächsischen Landeshauptstadt investieren als bisher bekannt. Die Summe liege bei "deutlich mehr als zwei Milliarden Euro" und sei die drittgrößte Einzelinvestition in den neuen Ländern, zitierte das "Handelsblatt" die Kreise.
Standort Nummer 1 in Europa
Dresden rückt nach Angaben der Zeitung damit zum bedeutendsten
Standort für Mikroelektronik in Europa auf. AMD betreibt dort
bereits eine Fabrik: 1997 hatte sich der Konzern entschieden, in
Sachsen sein erstes Werk außerhalb der USA zu bauen.
AMDBürgschaft durch Land Sachsen
Nach einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" vom Samstag übernimmt das Land Sachsen für das neue AMD-Werk eine Bürgschaft in Höhe von 250 Millionen Euro.
Das habe der Finanzausschuss des Landtages am Mittwoch in geheimer Sitzung beschlossen. Die Bundesregierung werde sich am Montag zu einer weiteren Bürgschaft in Höhe von 380 Millionen Euro bereit erklären, schrieb das Blatt weiter.
