HP will Fujitsu Siemens einholen
Die Deutschlandtochter von Hewlett-Packard (HP) will nach der fast abgeschlossenen Fusion mit Compaq den heimischen PC-Marktführer Fujitsu-Siemens vom Spitzenplatz verdrängen.
"Mit dem Merger haben wir eine enorm starke Position erreicht. Wir wollen nun Marktführer in Deutschland werden", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Jörg Menno Harms, der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" [Montagsausgabe]. Das Unternehmen sei durch das Zusammengehen der beiden Konzerne auch in Deutschland "erheblich stärker" geworden.
Mit 11,2 Prozent auf Platz 2
Nach jüngsten Daten des Marktforschungsunternehmens Gartner kam
der deutsche Marktführer Fujitsu Siemens im dritten Quartal auf
einen Anteil von 17,2 Prozent. HP lag bei 11,1 Prozent. Für die
kommenden Quartale setze HP aber große Hoffnungen in das langsam
wieder anziehende Unternehmenskundengeschäft sowie bei den
Notebooks, sagte Harms weiter.
HPFusion beinahe abgeschlossen
Die Fusion mit Compaq ist Harms zufolge mehr oder weniger bewältigt. Rund 80 Prozent der ehemaligen Compaq-Mitarbeiter hätten das Angebot eines HP-Arbeitsvertrages akzeptiert. Mit den restlichen 20 Prozent, die an ihren alten Compaq-Vertragsbedingungen festhalten wollten, "werden wir leben müssen", sagte Harms.
Insgesamt wurden 1100 Stellen gestrichen, rund 280 Mitarbeiter sind in eine Beschäftigungsgesellschaft gewechselt.
