Siemens mit positivem Ausblick
Deutschlands größter Elektronikkonzern Siemens hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002/2003 einen leichten Gewinnrückgang verzeichnet, zeigt sich aber für das kommende Jahr zuversichtlich.
Im Geschäftsjahr 2002/2003 ging der Gewinn nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr von 2,597 auf 2,445 Mrd. Euro zurück. Bereinigt um hohe Sondereffekte aus dem Verkauf von Infineon-Aktien stieg der Gewinn jedoch um fast die Hälfte.
Der Umsatz gab um zwölf Prozent auf 74,233 Mrd. Euro nach. Der Auftragseingang fiel um 13 Prozent auf 75,056 Mrd. Euro. Als Gründe nannte Siemens die Konjunkturflaute und den starken Euro.
Im operativen Geschäft wuchs das Ergebnis der Bereiche um 14 Prozent auf 4,295 Mrd. Euro. Den größten Ergebnisbeitrag lieferte die Kraftwerksparte Power Generation mit 1,17 Mrd. Euro.
Die Sorgensparte Netzwerktechnik [ICN] schaffte nach neun Verlustquartalen zum Jahresende den angekündigten Sprung in die Gewinnzone: Der Bereich verbuchte im vierten Quartal ein Plus von 57 Mio. Euro, nach einem Verlust von 325 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Verlust für das Gesamtjahr halbierte sich fast auf 366 Mio. Euro. Die Handysparte ICM erzielte einen neuen Quartalsrekord: In den eigentlich flauen Sommermonaten verkaufte Siemens zwölf Mio. Mobiltelefone.
Hoffnung für Siemens-ProblemspartePositive Prognosen
Im vierten Quartal von Juli bis Ende September steigerte der Siemens-Konzern den Nachsteuergewinn von 53 im Vorjahresquartal auf 724 Mio. Euro. Damit liegt er weit über den eigenen Prognosen von 500 Mio. Euro.
Der Umsatz verschlechterte sich um sieben Prozent auf 19,778 Mrd. Euro. Der Auftragseingang ging um vier Prozent auf 18,612 Mrd. Euro zurück.
Das Ergebnis nach Steuern werde im laufenden Geschäftsjahr 2003/2004 zweistellig wachsen, kündigte Siemens-Chef Heinrich von Pierer an. Die Neuausrichtung des Konzerns mache das möglich. Der Umsatz soll ebenfalls einstellig zulegen.
