KPN will wieder Dividende zahlen
Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN konnte im abgelaufenen dritten Quartal zwar seinen Gewinn steigern, blieb aber dennoch unter den Analystenerwartungen.
Die Muttergesellschaft des drittgrößten deutschen Mobilfunkbetreibers E-Plus teilte mit, der Reingewinn sei auf 172 Millionen Euro von 38 Millionen Euro vor einem Jahr gestiegen. Analysten hatten 206 Millionen Euro erwartet. "Die vorzeitige Ablösung von Anleihen hat das Ergebnis belastet", so Finanzvorstand Maarten Henderson.
Für das laufende Geschäftsjahr sollen die Aktionäre nach zwei dividendenlosen Jahren wieder eine Ausschüttung von 0,12 Euro je Aktie erhalten, was einer Dividendenrendite von derzeit rund 1,8 Prozent entspricht. Die Geschäftsziele für das Gesamtjahr wurden zum Teil angehoben.
Wegen der unter anderem durch den Kauf von E-Plus verursachten hohen Verschuldung hatte KPN in den vergangenen beiden Jahren Schulden abgebaut. Im laufenden Jahr sank die Zahl der Vollzeit-Arbeitsplätze um mehr als 1500 auf rund 19.000.
KPN überrascht positivNeun Prozent Umsatzwachstum
Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet KPN im Mobilfunk ein Umsatzwachstum von neun Prozent statt bisher zehn Prozent zum Vorjahr. Dagegen wird mit mindestens zwölf Prozent Ebitda-Wachstum ein stärkeres Plus erwartet als bisher. Als Vorsteuergewinn sollen maximal 1,5 Milliarden Euro anfallen.
