Die nächste Generation der Kamerahandys
Bis Jahresende werden einer Marktstudie zufolge von den Handyherstellern weltweit knapp 500 Mio. Mobiltelefone verkauft werden. Dabei steigt vor allem der Anteil der Handys mit integrierter Digitalkamera, die in beinah allen neuen Handymodellen der namhaften Hersteller zu finden ist.
40 Prozent der heuer weltweit ausgelieferten Handys sind zudem bereits mit Farbdisplay ausgestattet. Im Vorreiterland Japan ist inzwischen kein Handy mehr ohne Farbdisplay erhältlich.
Auf der alljährlichen Fachmesse für Displaytechnologien, der FPD International 2003 Ende Oktober in Yokohama, haben japanische Experten nun ihre Vorstellungen der nächsten Generation der Kamerahandys präsentiert.
Im ersten Halbjahr 2003 sind laut Angaben des britischen Marktforschungsunternehmens Strategy Analytics weltweit angeblich erstmals mehr Kamerahandys als Digitalkameras verkauft worden.
Kamerahandys verdrängen DigicamsZwei-Megapixel-Kamera 2004 Standard
Für Ichiro Fujisawa, Leiter der Entwicklungsabteilung bei NTT DoCoMo, gehören eine integrierte Zwei-Megapixel-Kamera und ein QVGA-Display [Quarter Video Graphics Array, 320 x 240 Auflösung] zur Standardausstattung der Handys der kommenden Saison.
Die Anzahl der Bildpunkte in Kameras und Displays ist derzeit jedoch noch begrenzt. Denn eine große Pixelanzahl erhöht nicht nur die Produktionskosten enorm, sondern verlangt auch nach einer dementsprechend größeren Speicherkapazität, damit die geschossenen Fotos auch abgelegt werden können.
Zudem könnte derzeit kaum ein mobiles Service die Qualität der Displays auch ausnutzen. Erst mit den ersten Handys mit integriertem TV-Tuner, die noch Ende diesen Jahres in den japanischen Handel kommen sollen, wäre eine sinnvolle Anwendung geschaffen.
In Japan soll bereits Ende des Jahres digitales terrestrisches Fernsehen ausgestrahlt werden, 2005 soll dann eine spezielle Version für den mobilen Empfang eingeführt werden.
Hersteller setzen auf TV fürs HandyHandy wird zur Videokamera
NTT DoCoMo plant zudem eine Videokamera-Funktion in künftige Kamerahandys einzubauen.
Die maximale Aufnahmedauer soll dabei etwa eine Stunde betragen.
Über eine Schnittstelle sollen sich die Handys auch direkt mit dem Fernseher verbinden lassen, um geschossene Fotos und Videos am TV-Gerät abspielen zu können.
