Apache bedient zwei Drittel der Domains
Der Apache-Webserver hat erstmals die Marke von zwei Dritteln Marktanteil überschritten.
Webserver sind zuständig für die Auslieferung von Websites: Jedes Mal, wenn ein Internet-Surfer eine Website aufruft, wird ein Webserver aktiv.
Seit 1996 führend ist dabei die Open-Source-Software Apache. Von damals 30 Prozent Marktanteil hat sich die Serversoftware auf 67,4 Prozent Anfang November 2003 emporgeschraubt.
Das ergibt eine aktuelle Studie des Unternehmens Netcraft, das derzeit monatlich knapp 45 Millionen Domains abfragt.
Massenwechsel auf Apache
Grund für den aktuellen Zuwachs - Anfang Oktober lag der
Apache-Marktanteil noch bei 64,61 Prozent - ist die
Server-Umstellung eines der größten Domainregistrare. Register.com
hat rund eine Million Domains unter Vertrag und ist nach einem
kurzen Wechsel zum Windows-basierten IIS wieder zu Apache und Linux
zurückgekehrt.
Die aktuelle Domain-StudieNCSA und SunOne abgeschlagen
Microsoft hat auf dem Webservermarkt nunmehr einen Marktanteil von nur 21,02 Prozent und ist somit wieder auf dem Stand vom Sommer 2001. Die zu Gründerzeiten des World Wide Web vorherrschenden Server NCSA und SunOne rangieren weit abgeschlagen.
SunOne konnte allerdings kürzlich einen sprunghaften Zuwachs verbuchen, als Network Solutions sein Domainsystem von Microsoft IIS auf SunOne umstellte.
Im Jahr 2001 sah es noch so aus, als könnte Microsoft die Dominanz des freien Apache-Servers brechen. Große Hostname-Provider wie Webjump, Namezero, Homestead, Register.com und Network Solutions stellten ihre Webserver auf Microsoft IIS um.
Abkehr von Microsoft
Die meisten von ihnen seien entweder bankrott gegangen oder
hätten ihre Microsoft-Systeme wieder aufgegeben, so Studienautor
Netcraft.
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