Gericom 2006 mit 28,5 Mio. Euro Verlust
Der börsennotierte Linzer Unterhaltungselektronik- und Notebook-Hersteller Gericom musste 2006 einen Konzernverlust von 28,5 Mio. Euro hinnehmen.
Das Unternehmen erklärte den Verlust mit "verschiedenen Risikovorsorgen aus kaufmännischer Vorsicht".
Der nun vorliegende Jahresabschluss der Gericom AG für 2006 zeige aber, dass die Verluste des vierten Quartals eingedämmt werden konnten, der für die ersten drei Quartale 2006 gemeldete Verlust von 27,8 Mio. Euro sei nur geringfügig überschritten worden, so das Unternehmen.
Das Eigenkapital des Konzerns habe sich bei rund 15,5 Mio. - das seien 40 Prozent der Bilanzsumme - stabilisiert. Das Eigenkapital der Einzelgesellschaft liege bei 8,4 Mio. Euro, die Gefahr des Verzehrs des halben Grundkapitals konnte vermieden werden, teilte Gericom mit.
Die Aktionäre werden im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 13. Juni 2007 über die Entwicklung informiert, kündigte Gericom an.
"Sehr schwieriges Jahr 2006"
Insgesamt sei das Wirtschaftsjahr 2006 für Gericom "ein sehr schwieriges" gewesen, man habe auf "Herausforderungen veränderter Marktbedingungen kurzfristig zu reagieren" gehabt. Ein Restrukturierungsprogramm sei "konsequent umgesetzt" worden und werde auch weiterhin fortgeführt.
Kurskorrektur im ersten Quartal 2007
Im ersten Quartal 2007 habe der Kurs bereits erste positive Auswirkungen gezeigt: Das operative Ergebnis vor Steuern habe sich auf minus 175.366 Euro reduziert. Der Verkauf von Auslandsbeteiligungen habe zusätzliche Erlöse in der Höhe von 6,3 Mio. gebracht und einen Konzerngewinn in Höhe von 6,1 Mio. Euro ermöglicht.
Das Konzerneigenkapital belaufe sich per 31. März 2007 auf 15,2 Mio. Euro. Dies entspreche - bedingt durch die höhere Bilanzsumme gegenüber dem Jahresende - einem Eigenkapitalanteil von 36,1 Prozent der Bilanzsumme. Das Ergebnis des 1. Quartals wirke sich direkt auch auf das Eigenkapital des Einzelabschlusses der Gericom AG aus und führe zu einem buchmäßigen Eigenkapital in Höhe 15,1 Mio. Euro.
(APA)
