Gewerkschaft gegen DT-Forderungen
Die Forderung der Deutschen Telekom [DT] nach Arbeitszeit- und Einkommenskürzungen für rund 100.000 Beschäftigte hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di als "indiskutabel" zurückgewiesen.
"Der Vorschlag von Personalvorstand Heinz Klinkhammer geht in die falsche Richtung", sagte Franz Treml, Mitglied des ver.di-Vorstandes und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der DT, am Mittwoch. Den Arbeitnehmern könne man nicht allein die Lasten aufbürden.
100.000 Mitarbeiter bei DT
Klinkhammer hatte im Vorfeld der anstehenden Tarifverhandlungen
am Montag gefordert, die Arbeitszeit um zehn Prozent bei
entsprechenden Lohneinbußen für rund 100.000 Mitarbeiter des Bonner
Riesen zu kürzen.
Deutsche TelekomAls Gegenleistung für diesen Beschäftigungspakt würden betriebsbedingte Kündigungen über 2004 hinaus ausgeschlossen. Außerdem würde die DT aus den so gewonnen Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe 10.000 Arbeitsplätze finanzieren können.
Bis Ende 2005 will das Unternehmen konzernweit über 40.000 Stellen einsparen.
