Kaviar, Hummer und Schoko bei Amazon
Der Internet-Händler Amazon wagt in den USA den Einstieg in eine oftmals gescheiterte Geschäftsidee: den Online-Lebensmittelhandel.
Dabei konzentrieren sich die Bemühungen auf das lukrativere hochpreisige Delikatessen-Segment von Kaviar über Hummer bis Pralinen.
Insgesamt können US-Kunden aus sechs Kategorien wählen: Kaffee, Schokolade, Meeresfrüchte und Kaviar, Käse, Fleisch und Geschenkkörbe.
Amazon nutzt dazu ein Netzwerk von 200 Partnern, die den Vertrieb nach Bestellung per Internet selbst in der Hand haben.
Sportartikel, Babywäsche und Kosmetik
Neben Nahrungsmitteln hat Amazon gerade erst mit dem Verkauf von
Sportartikeln begonnen. Auch Baby-Utensilien und Kosmetik sind
mittlerweile über den Online-Händler zu bekommen.
Aus Amazon wird ausgestiegenAnbieter wieder verschwunden
Der früher oft als Wachstumsmarkt gepriesene Lebensmittelverkauf über das Internet ist für viele Handelskonzerne nach missglückten Einstiegsversuchen endgültig gescheitert.
Eine ganze Reihe von Anbietern sind wieder von der Bildfläche verschwunden, etwa "Einkauf 24" des Hamburger Konzerns Spar und das ehemalige Parade-Dot.com des amerikanischen Online-Supermarkts Webvan.
Denn Käse, Fleisch und Obst wollen die meisten Kunden immer noch lieber im Geschäft riechen, tasten und wiegen und nicht auf dem PC-Schirm begutachten und per Mausklick einkaufen.
"Träume des Handels waren groß"
"Die Träume des Handels waren groß", so Olaf Roik vom
Hauptverband des deutschen Einzelhandels [HDE] Ende 2002. Doch
Studien zeigten, dass der Online-Lebensmittelverkauf trotz
Millioneninvestitionen einen Anteil von unter 0,5 Prozent am
Gesamtumsatz der deutschen Nahrungs- und Genussmittel habe.
Keine Lust auf Online-Lebensmittel
