Oscar-Jury bekommt nun doch DVDs
Trotz Furcht vor Raubkopien wollen die großen US-Filmstudios der Oscar-Jury nun doch weiterhin DVDs und Videokassetten mit nominierten Filmen zur Beurteilung schicken.
Allerdings überlegen die Studios die DVDs und Videokassetten so zu kodieren, dass künftig Rückschlüsse von einer Raubkopie auf den Empfänger des Originals möglich sind.
Bei einem derartigen Verstoß droht dem entsprechende Mitglied der 5.607-köpfigen "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" der Ausschluss.
Die Filmstudios nahmen damit nach mehrwöchigen Protesten prominenter Schaupieler und Regisseure ihre Entscheidung zurück, in Zukunft ganz auf den Versand so genannter Screener zu verzichten.
Stars fordern DVD-Kopien für Oscar-JuryAndere Jurys müssen ins Kino gehen
Weiterhin auf Kritik stößt der Beschluss der Filmbranche, Juroren anderer Filmpreise wie den Golden Globes künftig keine Screener mehr zukommen zu lassen.
Damit würden die Mitglieder vieler Jurys unkonventionelle Filme mit kleinem Budget, die meist nur in wenigen Kinos liefen, überhaupt nicht zu sehen bekommen, kritisierten die Filmemacher.
Das verschaffe großen Blockbuster-Produktionen, die überall in den USA liefen, einen Wettbewerbsvorteil.
Hälfte aller Screener sind Piraten-Vorlage
Nach Filmindustrie-Angaben landete im vergangenen Jahr rund die
Hälfte aller Screener als illegale Kopien im Internet. Der Verband
beziffert den jährlichen Umsatzausfall durch Raubkopien auf etwa
drei Milliarden USD [rund 2,5 Milliarden Euro].
Hollywood selbst ist größter Filmpirat
