Online durch den Ramadan
Wenn am Montag der islamische Fastenmonat Ramadan beginnt, unterwerfen sich Moslems überall auf der Welt wieder den jahrhundertealten Geboten zum Fasten und zur religiösen Einkehr.
Seit knapp 1.400 Jahren sind die Vorschriften zum korrekten Verhalten im Ramadan nahezu unverändert. Doch auch im Islam haben moderne Kommunikationstechnologien Einzug gehalten: Zahllose Websites bieten Hilfestellung in religiösen Fragen und informieren über die exakten Gebetszeiten.
Gestresste Geschäftsleute können sich beispielsweise per Handy alarmieren lassen, wenn es Zeit für die fünf täglichen Gebete ist - oder sich die Richtung nach Mekka anzeigen lassen.
Berechnung der Gebetszeiten
Die exakte Bestimmung, wann sich die Gläubigen wieder an den
gedeckten Tisch setzen dürfen, variiert von Ort zu Ort. Für Länder
außerhalb der islamischen Welt berechnen wissenschaftliche Institute
die genauen Zeiten. So bietet der Zentralrat der Muslime in
Deutschland auf seiner Website die Berechnung der Gebetszeiten an.
Zentralrat der Muslime in DeutschlandDie Site "Islam Q&A" hilft Gläubigen bei Ramadan-Fragen. So fragt ein Gläubiger, ob er während des Ramadans mit seiner Frau gemeinsam im Bett liegen dürfe. Der saudi-arabische Gelehrte Mohammed Salih el Munadschid befindet, das sei zulässig, solange der Mann keinen Orgasmus habe.
Islam Q&AMekka-Ausrichtung per GPS
Um auch unabhängig vom Sonnenstand oder der entsprechend
ausgerichteten Gebetsnische in einer Moschee die genaue Richtung
nach Mekka bestimmen zu können, hat der südkoreanische Handybauer LG
Electronics eine Art Kompass-Mobiltelefon auf den Markt gebracht.
Mit Hilfe des Satelliten-Navigationssystems GPS zeigt es dem
Gläubigen, wohin er sich beim Gebet richten muss.
Handy zeigt nach MekkaDarüber hinaus gibt es einen virtuellen Ramadan-Kalender, bei dem - wie bei Adventkalendern - jeden Tag ein Türchen geöffnet werden kann.
Ramadan-Kalender
