23.10.2003

246 MIO. USD

Millionenklage gegen Sony

Die Eltern eines Mannes, der in den USA von zwei Teenagern erschossen wurde, haben Sony Entertainment, den Spielehersteller Rockstar Games und Wal-Mart, wo die inkriminierten Spiele verkauft wurden, auf 246 Millionen USD [rund 208 Mio. Euro] verklagt.

Sie argumentieren, dass sich die Jugendlichen von dem erfolgreichen Videospiel "Grand Theft Auto III" ["GTA3"] inspirieren ließen, berichteten US-Medien.

Nach Aussagen der Strafverfolger hatten die Jugendlichen das bei ihrer Vernehmung angegeben.

Die beiden Teenager hatten im Juni im Bundesstaat Tennessee auf einer Schnellstraße mit ihren Gewehren auf Autos geschossen. Dabei starb ein 45-jähriger Mann, eine Frau wurde schwer verletzt.

Wal-Mart hätte nie verkaufen dürfen

In der Klage argumentieren die Eltern des Opfers, das unter anderem für Sonys Videokonsole PlayStation 2 entwickelte Spiel hätte wegen seiner Gewaltanimation nie an Jugendliche verkauft werden dürfen.

Die beiden Teenager hatten das Spiel nach Angaben der Kläger in einer Filiale von Wal-Mart erworben.