Turn-around bei Lucent
Der größte US-Telekom-Ausrüster Lucent Technologies hat nach langer Durststrecke und gewaltigen Verlusten im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 [bis 30. September] wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz sackte jedoch weiter ab, und es fielen im Gesamtjahr noch erhebliche Verluste an.
Der Gewinn betrug im Schlussquartal 99 Millionen Dollar [85 Mio. Euro] oder zwei Cent je Aktie gegenüber einem Verlust von 2,8 Milliarden Dollar oder 84 Cent je Aktie im vierten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres. Das teilte Lucent am Mittwoch mit. Der Quartalsumsatz fiel auf zwei [Vorjahr 2,3] Mrd. USD.
Lucent verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 770 Millionen Dollar oder 29 Cent je Aktie gegenüber roten Zahlen von 11,8 Milliarden oder 3,49 Dollar je Aktie im Vorjahr.
Die Vorjahresverluste waren vor allem auf Wertberichtigungen und andere Sonderfaktoren zurückzuführen gewesen. Der Jahresumsatz brach auf 8,5 [12,3] Milliarden Dollar ein.
Die Ergebnisse im DetailDer Markt honoriert es
Lucent-Chefin Patricia Russo freute sich über den Quartalsgewinn. Die Restrukturierungsmaßnahmen seien im Wesentlichen abgeschlossen. Die Kosten seien um 5,6 Milliarden Dollar gesenkt worden.
Lucent hat unter den Problemen der Telekoms in aller Welt gelitten, die in den letzten Jahren wegen Überkapazitäten und eigener Geschäftsprobleme nur noch ganz geringe Neuinvestitionen vorgenommen hatten.
Es werde auf dem Weg zu dauerhaften Gewinnen noch ein Auf und Ab geben, erklärte Russo. Sie sah jedoch Stabilitätsanzeichen auf dem Telekom-Markt. Die Lucent-Aktien stiegen am Mittwoch um neun Cent oder 3,67 Prozent auf 2,54 Dollar.
