Time Warner steigert Gewinn und Umsatz
Der US-Medien- und -Internet-Riese Time Warner hat im dritten Quartal Gewinn und Umsatz gesteigert.
Das Unternehmen, das jüngst das Kürzel "AOL" aus seinem Namen gestrichen hatte, profitierte dabei unter anderem von stärkeren Ergebnissen im TV-Geschäft, die schwächere Geschäfte bei der Internet-Tochter AOL ausglichen.
Der Konzern bekräftigte am Mittwoch zugleich seinen Geschäftsausblick für das laufende Jahr. Time Warner sei zuversichtlich, das Wachstum 2004 zu beschleunigen, teilte das Unternehmen mit.
Den Reingewinn im vergangenen Vierteljahr gab Time Warner mit 541 [Vorjahreszeitraum: 57] Millionen USD oder zwölf US-Cent je Aktie an. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen stieg um neun Prozent auf 2,3 Milliarden USD. Der Umsatz legte um vier Prozent auf 10,3 Milliarden USD zu.
Time Warner nun ohne AOLAOL als Belastung
Belastet wurde der Konzern durch die Geschäftsentwicklung der Internet-Tochter AOL. Diese verlor den Angaben zufolge 688.000 Abonnenten im dritten Quartal. Der Rückgang im Vorjahresvergleich belief sich sogar auf zwei Millionen Abonnenten. Der AOL-Anzeigenumsatz ging um 33 Prozent zurück.
Das Führungsgremium des Unternehmens hatte Mitte September beschlossen, den Namen seines Internet-Bereichs aus dem Unternehmensnamen zu streichen. America Online hatte Time Warner 2001 im Zuge der größten Fusion der Wirtschaftsgeschichte für 112 Milliarden USD gekauft. Seitdem ist der Wert der Online-Sparte drastisch gefallen.
