21.10.2003

IT & TK

Warten auf den Aufschwung

Seit dem Platzen der "New-Economy-Blase" zu Beginn des Jahres 2000 ist immer wieder die Rede davon, dass "die Talsohle in der IT- und Telekom-Branche durchschritten ist".

Ein genauer Blick auf aktuelle Unternehmens- und Branchenzahlen kann diese Hoffnung aber nur teilweise bestätigen. So betonte erst vor wenigen Tagen der deutsche Branchenverband Bitkom, dass sich der deutsche und westeuropäische Markt langsamer von seiner Talfahrt erhole als bisher erwartet.

Für Deutschland erwartet die Bitkom für heuer ein Nullwachstum, Mitte Juli hatte der Verband noch ein Wachstum von bestenfalls 0,5 Prozent in Aussicht gestellt. Ende 2002 hatte Bitkom-Vizechef Jörg Menno Harms anlässlich der Eröffnung der Fachmesse Systems noch zuversichtlich gemeint: "Wir dürfen jetzt nicht den Fuß vom Gaspedal nehmen."

Zu Jahresanfang bewusst optimistisch

Dabei hatte sich die Branche und die Politik noch vor der weltgrößten Computermesse CeBIT im Frühjahr 2003 bewusst optimistisch gegeben. "Der Prozess der Konsolidierung der Branche mit durchaus guten und seriösen Wachstumsraten ist eingeleitet und wird erfolgreich sein", prognostizierte der deutsche Regierungschef Gerhard Schröder bei einem Rundgang über die CeBIT. "Die Informations- und Kommunikationsindustrie ist nicht tot", assistierte Siemens-Vorstand und Bitkom-Präsident Volker Jung.

Dieser meinte wenige Monate zuvor gar, dass die Branche im Jahr 2003 wieder mit ähnlich starkem Wachstum wie vor dem Konjunktureinbruch rechne, ein Wachstum von 8,6 Prozent sei möglich.

Zumindest für die Zukunft ist die Branche weiter optimistisch: In Westeuropa sollen - laut Bitkom-Prognosen - die Umsätze 2004 um 3,1 Prozent steigen.