20 Mio. Euro Schaden durch Viren
Die in letzter Zeit vermehrt auftretenden Virenattacken haben in Österreichs Wirtschaft angeblich in diesem Jahr bereits zu einem Schaden von rund 20 Mio. Euro geführt, so jedenfalls die Wirtschaftskammer [WKÖ] in einer Pressemitteilung.
Der Fachverband Informationstechnologie in der WKÖ schätzt, dass durch die jüngsten Attacken mehr als zehn Millionen Würmer an österreichische PC-Nutzer gesendet wurden, davon 60 bis 70 Prozent an Unternehmen.
Eine aktuelle Studie des IT-Dienstleisters Meta Group zum Thema "IT-Security in Österreich" habe ergeben, dass nur 36 Prozent der heimischen Unternehmen eine schriftlich fixierte Sicherheitspolitik haben - "also zumindest theoretisch ausreichend gerüstet sind", warnt die WKÖ.
Fachverband Unternehmensberatung & Informationstechnologie [UBIT] in der WKÖFolgeschäden
Der Fachverband vermutet, dass rund 80 bis 90 Prozent der versandten Viren und Würmer in der ersten Woche der jeweiligen Attacke ihre Schadensroutine ausführen konnten, was oft aufwendige Operationen zur Beseitigung erfordert hätte.
Inklusive der zur Beseitigung der Viren aufgewendeten Kosten soll sich die Schadenssumme 2003 in Österreich demnach auf rund 20 Millionen Euro belaufen.
Dazu kämen auch noch etwaige Folgeschäden wie der Ausfall von E-Commerce-Sites wegen Überlastung.
Obwohl verlässliche Angaben nicht vorliegen - insbesondere große Unternehmen und Institutionen erteilen diesbezügliche Auskünfte nicht oder nur sehr spärlich -, muss laut dem Fachverband angenommen werden, dass direkt oder indirekt nahezu 100 Prozent aller betrieblich genutzten Computer und PCs, soweit sie über einen Internet-Zugang verfügen, zuletzt von Viren-Attacken betroffen waren.
Virus-Schreiber bleiben PhantomeWeltweiter Trend
Die Zahl der Angriffe auf Computer durch Viren oder Hacker ist heuer weltweit deutlich gestiegen.
Symantec registrierte im ersten Halbjahr eine Zunahme von Angriffen mit Schadenssoftware wie Viren und Würmer um 20 Prozent. Derartige Attacken seien für 78 Prozent aller Angriffe verantwortlich gewesen.
Die "Hacker-Angriffe" auf Firmennetze seien gleichzeitig um 19 Prozent angestiegen.
Die Auswertung der Daten von 160 Symantec-Kunden habe ergeben, dass es wöchentlich durchschnittlich 38 Angriffe gegeben habe - verglichen mit 32 im zweiten Halbjahr 2002.
Zahl der Online-Attacken gestiegen
