15.10.2003

ÖSTERREICH

20 Mio. Euro Schaden durch Viren

Die in letzter Zeit vermehrt auftretenden Virenattacken haben in Österreichs Wirtschaft angeblich in diesem Jahr bereits zu einem Schaden von rund 20 Mio. Euro geführt, so jedenfalls die Wirtschaftskammer [WKÖ] in einer Pressemitteilung.

Der Fachverband Informationstechnologie in der WKÖ schätzt, dass durch die jüngsten Attacken mehr als zehn Millionen Würmer an österreichische PC-Nutzer gesendet wurden, davon 60 bis 70 Prozent an Unternehmen.

Folgeschäden

Der Fachverband vermutet, dass rund 80 bis 90 Prozent der versandten Viren und Würmer in der ersten Woche der jeweiligen Attacke ihre Schadensroutine ausführen konnten, was oft aufwendige Operationen zur Beseitigung erfordert hätte.

Inklusive der zur Beseitigung der Viren aufgewendeten Kosten soll sich die Schadenssumme 2003 in Österreich demnach auf rund 20 Millionen Euro belaufen.

Dazu kämen auch noch etwaige Folgeschäden wie der Ausfall von E-Commerce-Sites wegen Überlastung.

Weltweiter Trend

Die Zahl der Angriffe auf Computer durch Viren oder Hacker ist heuer weltweit deutlich gestiegen.

Symantec registrierte im ersten Halbjahr eine Zunahme von Angriffen mit Schadenssoftware wie Viren und Würmer um 20 Prozent. Derartige Attacken seien für 78 Prozent aller Angriffe verantwortlich gewesen.

Die "Hacker-Angriffe" auf Firmennetze seien gleichzeitig um 19 Prozent angestiegen.