I-mode auf dem Weg nach UK
Der japanische Mobilfunkriese NTT DoCoMo ist auf der Suche nach Partnern, um seinen i-mode-Dienst auch in Großbritannien zu launchen. Das erklärte Unternehmenschef Keiji Tachikawa auf der derzeit in Genf stattfindenden ITU Telecom World.
Sein Unternehmen sei in Verhandlungen mit verschiedenen Betreibern, um auf der Insel i-mode anzubieten.
Die Ankündigung Tachikawas, mit mehreren Providern Gespräche zu führen, wird als öffentliches Zeichen für die Kluft zwischen NTT DoCoMo und Hutchison 3G Großbritannnien gesehen, an dem die Japaner 20 Prozent Anteile halten. Die Tatsache, dass sich NTT DoCoMo nach alternativen Partnern umschaue, bedeute aber nicht, dass man sich von 3 in Großbritannien trennen wolle, sagte Tachikawa.
I-mode kommt nach ItalienZwist absehbar
Gegenüber dem "Wall Street Journal" sagte ein Hutchison-3G-UK-Sprecher, dass sein Unternehmen daran festhalte, i-mode in Großbritannien zu verwenden. Es gebe aber Diskussionen über das Geschäftsmodell und die Technologie, eine Entscheidung darüber soll innerhalb des nächsten halben Jahres erfolgen.
Hutchisons-3G-Service weist in Großbritannien einige oberflächliche Ähnlichkeiten mit i-mode auf, verwendet aber nicht den Markennamen, der weltweit als eines der erfolgreichsten Services im Mobil-Bereich gilt.
NTT DoCoMo hat seinen i-mode-Dienst bereits in Deutschland lizenziert und will nach Angaben von Tachikawa demnächst in Italien starten. Derzeit hat das Unternehmen eine Mio. i-mode-User außerhalb Japans.
