Chip-Auftragsfertiger melden Aufschwung
Die taiwanesischen Chipfertiger haben erneut starke Umsatzzuwächse gemeldet und geben damit der Hoffnung auf einen Aufschwung der Branche neue Nahrung.
Sowohl Taiwan Semiconductor Manufacturing [TSMC], weltweit die Nummer eins unter den Auftragsfertigern, als auch United Microelectronics [UMC], weltweit die Nummer zwei, haben ihre Erlöse im September zweistellig steigern können.
TSMC hat im September um satte 48 Prozent auf einen Umsatz von fast 19 Mrd. Neue Taiwan Dollar [479 Mio. Euro] zugelegt. In den ersten neun Monaten konnte das Unternehmen damit einen Umsatz von über 144 Mrd. Neue Taiwan Dollar [3,6 Mrd. Euro] erzielen, ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Rivale UMC fuhr im September einen Umsatz von 7,5 Mrd. Neue Taiwan Dollar [189 Mio. Euro] ein und lag damit um 25 Prozent über dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Von Jänner bis September hat der Konzern damit über 61 Mrd. Neue Taiwan Dollar [1,5 Mrd. Euro] erwirtschaftet, womit der 2002-Level um 23 Prozent übertroffen werden konnte.
Taiwan Semiconductor ManufacturingAufschwung in Sicht
Die Zahlen der beiden Auftragsfertiger, aus deren Fabrikshallen ein Gutteil der weltweit verkauften Chips kommt, lassen auf einen nachhaltigen Aufschwung der Halbleiter-Branche hoffen.
Die Ergebnisse decken sich auch mit einer von der Semiconductor Industry Association Ende September veröffentlichten Analyse. Demnach ist der weltweite Chip-Umsatz im August zum sechsten Mal in Folge auf ein Volumen von 11,4 Mrd. Euro gestiegen.
Das Marktforschungsinstitut Gartner ist angesichts dieser Zahlen optimistisch, dass die Chipindustrie den angesagten elf-prozentigen Zuwachs für das Gesamtjahr schaffen wird.
