Ucp trennt sich von uboot.com und sms.at
Der österreichische Telekom-Softwareentwickler ucp [Universal Communication Platform] will sich künftig ausschließlich auf das Geschäft mit Softwarelösungen und Services für Handynetzbetreiber konzentrieren.
Daher trennt sich das Unternehmen von den beiden Endkunden-Webportalen uboot.com und sms.at, so ucp-Chef Christian Lutz.
Uboot sei mit seinen 20 Mitarbeitern bereits an private Investoren unter der Geschäftsführung von Marwan Saba und Thomas Lang verkauft worden. Für den Verkauf von sms.at, das heuer einen Umsatz von fünf Mio. Euro und ein EBITDA von 852.000 Euro erzielen wird, sei man in Endverhandlungen, so Lutz.
Auch bei ucp selbst gibt es Veränderungen: Die ucp-Holding im Schweizer Lugano wurde aufgelöst und als AG mit Sitz in Wien neu gegründet. Außerdem soll der 47,9-prozentige Anteil der T-Mobile an ucp noch heuer auf eine "kleine strategische Beteiligung" reduziert werden: "Wir werden voraussichtlich noch im Oktober damit auf den Kapitalmarkt gehen", so Lutz.
UcpÖffnung für andere Netzbetreiber
Damit will sich ucp auch anderen Netzbetreibern neben T-Mobile öffnen. "Wir hoffen auf Aufträge von tele.ring und One."
Der Markt mit mobilen Entertainment-Downloads wachse im Monat um 15 bis 30 Prozent, sagte Lutz. In Österreich würden täglich zehn Mio. SMS verschickt, bei MMS seien es noch wenige tausend. "MMS steht noch vor dem Durchbruch, den wir im Herbst 2004 erwarten." Bei Klingeltönen, Logos und Screensavern gebe es hier zu Lande bereits eine Mio. Downloads pro Monat.
Ucp will mit 60 Mitarbeitern im zweiten Halbjahr 2003 ein positives EBITDA erzielen. Das Betriebsergebnis soll 2004 bereits positiv sein. Der Umsatz soll heuer auf mehr als sieben Mio. Euro verdoppelt werden.
