Nokia startet N-Gage-Verkauf
Der Handyhersteller Nokia beginnt heute den Verkauf seiner mobilen Gaming-Konsole N-Gage.
Die Ziele für das Hybridgerät aus Handy und Spielekonsole sind hoch gesteckt, bis Ende des Jahres will Nokia-Österreich-Chef Heiki Tarvainen "mehrere 10.000 Stück" verkauft haben.
2004 will Nokia bereits einige Millionen Stück des N-Gage weltweit absetzen. Dazu sei die Konsole ab sofort in über 30.000 Geschäften in 60 Ländern erhältlich, so Nokia.
Im fuzo-Test erweist sich das N-Gage als kompaktes Gerät mit Bedienungstücken. Um zwischen den verschiedenen Speicherkarten für Games und Datenspeicherung wechseln zu können, muss das Gerät jedes Mal ausgeschaltet werden, da der Steckplatz nur mit vorheriger Entfernung des Akkus erreichbar ist.
Das N-Gage soll mit der bisher größten Werbekampagne in der Geschichte Nokias unters Volk gebracht werden, Zahlen dazu und zum Unternehmen will Nokia aber nicht nennen.
Nokia plant Rekord-WerbekampagneGuter Sound mit Kopfhörern
Die mitgelieferten Kopfhörer samt Mikrofon sind offenbar grundsätzlich dazu gedacht, auch beim Telefonieren eingesetzt zu werden. Die Sprachqualität des N-Gage als Handy ohne Kopfhörer ist vergleichsweise gering, auch der Lautsprecher ist für den Musikgenuss nicht ausreichend geeignet.
Der Musicplayer an sich liefert guten Sound und bietet verschiedene Einstellmöglichkeiten. Mit dem beiliegenden Kabel kann das N-Gage auch an eine externe Audioquelle angeschlossen werden.
Mit der mitgelieferten Software sowie USB-Kabel können MP3- und AAC-Soundfiles auf das Gerät übertragen werden, aber auch Kontakte, Kalender und E-Mail synchronisiert sowie Software installiert werden.
Das Display mit 4.096 Farben und einer Auflösung von 176 mal 208 Pixeln liefert ausreichende Bilder, ist aber kleiner [und hochformatig] als das Display des Konkurrenten GameBoy [240 mal 160 Pixel].
Die angetesteten Games ["SonicN" und "Tomb Raider"] liefern Unterhaltungswert, die Tasten des Geräts sind bedienbar platziert.
Das N-Gage verbindet Spieleterminal, MP3-Player, Radio, mobilen Browser und Tri-Band-Handy. Das Gerät verfügt über keine Kamera, mittels MMS können jedoch Screenshots der Spiele verschickt werden. Mit dem integrierten Recorder kann zudem Ton aufgezeichnet werden. Auch eigene Klingeltöne können auf dem N-Gage komponiert werden. Die Multiplayer-Funktion via Bluetooth konnte in Ermangelung eines Gegenstücks noch nicht getestet werden.
Nokia N-Gage199 Euro mit Jahresvertrag
In Verbindung mit einem Jahresvertrag mit T-Mobile oder One soll das N-Gage, inklusive des Spiels "Tomb Raider", 199 Euro kosten. Weitere Spiele wie "Virtua Tennis" und "SonicN", "Super Monkey Ball" und "Pandemonium" kosten zwischen 45 und 50 Euro. Ohne Vertrag soll das Gerät 339 Euro kosten.
Im Gegensatz dazu ist der GameBoy Advance SP von Nintendo, als dessen erklärter Gegner das N-Gage sich versteht, bereits um 130 Euro zu haben, die Spiele kosten ab 30 Euro aufwärts.
Für den GameBoy sind derzeit rund 700 Spieletitel erhältlich, Nokia plant bis Ende des Jahres 20 Spieletitel auf den Markt zu bringen.
Nokia startet zudem die N-Gage-Arena, eine Spiele-Community, in der User Mitspieler für Spiele wie "NCAA Football 2004" und "Red Faction" finden sollen.
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