Oracle fordert Beweissicherung bei SAP
Der US-Datenbankanbieter Oracle hat im Rechtsstreit um angeblichen Diebstahl geistigen Eigentums Beweissicherung bei seinem deutschen Rivalen SAP beantragt.
Der Antrag wurde nach Angaben von Oracle am Montag bei einem Gericht in den USA eingereicht.
Das US-Unternehmen will damit nach eigenen Angaben sicherstellen, dass SAP keine relevanten elektronischen Daten ändert oder vernichtet. Gespräche über Sicherungsmaßnahmen durch SAP selbst seien gescheitert.
Oracle wirft Deutschlands größtem Software-Konzern vor, sich mehrmals unbefugt Zugang zu Oracles passwortgeschützter Internet-Seite für Kundenanfragen verschafft haben.
"Im Ergebnis hat SAP eine illegale Bibliothek von Oracles urheberrechtlich geschütztem Software-Code und anderem Material gesammelt", heißt es in der Klage. Oracle und SAP stehen seit Jahren in einem erbitterten Wettbewerb auf dem Markt für Unternehmenssoftware.
SAP wehrt sich
Damit hätten die Deutschen Tausende Software-Produkte des Erzrivalen und anderes vertrauliches Material auf den eigenen Server kopieren können. Oracle hat vor einem US-Gericht Klage wegen unternehmerischen Diebstahls im großen Stil erhoben.
SAP hat die Vorwürfe zurückgewiesen und betont, das geistige Eigentum anderer zu respektieren. Das Unternehmen hatte angekündigt, sich gegen die Anschuldigungen zur Wehr zu setzen.
In der heißesten Phase des Konkurrenzkampfs zwischen den Software-Riesen SAP und Oracle ist den Deutschen plötzlich Technologievorstand Shai Agassi abhanden gekommen.
(Reuters)
