Iran überwacht Handy-Mitteilungen

zensur
29.04.2007

Filter blockiert "unsittliche" MMS

Das iranische Telekommunikationsministerium hat angekündigt, "unanständige" Video- und Audio-Nachrichten, die via Handy versandt werden, zu blockieren.

Die nötige Ausrüstung zur Filterung der Multimedia-Mitteilungen [MMS] werde derzeit angeschafft, so das staatliche iranische Fernsehen.

Details, welche Mitteilungen als "unsittlich" angesehen werden und wann die MMS-Zensur gestartet wird, wurden nicht genannt.

"Feinde des Internets"

Anfang November 2006 veröffentlichte die Aktion Reporter ohne Grenzen im Rahmen einer Protestaktion gegen Zensur im Internet eine Liste mit 17 Staaten, die den freien Zugang zu Informationen im Netz begrenzen. Als "Feinde des Internets" wurden dabei China, Kuba, der Iran, Nordkorea, Weißrussland, Myanmar, Saudi-Arabien, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan, Vietnam und Ägypten genannt.

(Reuters)