Gegenwind für SAP

q1 2007
20.04.2007

Gewinn wächst langsamer

Der deutsche Software-Hersteller SAP hat im Auftaktquartal des laufenden Geschäftsjahres bei kräftigem Gegenwind durch den starken Euro die Umsatzerwartungen der Finanzmärkte knapp getroffen. Der operative Gewinn des Weltmarktführers für Unternehmenssoftware wuchs jedoch langsamer, als die Analysten erwartet hatten

Lizenzabsatz steigt um neun Prozent

SAP teilte am Freitag in Walldorf bei Heidelberg mit, die Software-Lizenzverkäufe und Wartungserlöse seien um neun Prozent auf 1,52 Milliarden Euro gestiegen.

Damit traf das Unternehmen knapp die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt einen Zuwachs um rund zehn Prozent erwartet hatten. Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten legte der von SAP seit Jahresbeginn als Software- und Software-bezogene Serviceerlöse bezeichnete Hauptumsatzstrom um 15 Prozent zum Vorjahresquartal zu.

Gewinn unter den Erwartungen

Der operative Gewinn stieg im ersten Quartal um sechs Prozent auf 433 Millionen Euro vor Jahresfrist. Damit verharrte die operative Gewinnmarge bei 20 Prozent. Die Analysten hatten dem Konkurrenten des US-Konzerns Oracle im Schnitt einen Zuwachs beim operativen Gewinn auf 448 Millionen Euro zugetraut.

Marktanteil gestiegen

SAP-Chef Henning Kagermann äußerte sich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf im zurückliegenden Quartal, das traditionell schwach ist. "Wir haben ein kräftiges Wachstum verzeichnet und in allen Verkaufsregionen weltweit zweistellige Zuwachsraten erzielt", sagte Kagermann mit Blick auf die von Wechselkurseffekten bereinigten Erlössteigerungen.

Der weltweite Marktanteil sei erneut gestiegen und sei Ende des ersten Quartals bei 25,1 Prozent gelegen.

Erwartungen bekräftigt

Für das Gesamtjahr bekräftigte das 1972 gegründete Software-Unternehmen seine bisherigen Erwartungen. SAP geht von einem wechselkursbereinigten Erlösanstieg durch Software-Verkäufe und Software-bezogene Dienstleistungen um zwölf bis 14 Prozent aus.

Die geplante Markteinführung einer neuen Mittelstandssoftware erfordert höhere Investitionen als im Vorjahr, was eine operative Gewinnmarge zwischen 26 und 27 Prozent zulasse.

(APA | Reuters)