Preiskampf macht AMD zu schaffen
611 Millionen Dollar Verlust
Fallende Preise und der erbitterte Preiskrieg mit dem Rivalen Intel haben dem US-Prozessorhersteller AMD [Advanced Micro Devices Inc.] einen überraschend großen Verlust beschert.
Für das erste Quartal gab der Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss ein Minus von 611 Millionen Dollar [449 Mio. Euro] bekannt, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 184,5 Millionen Dollar eingefahren worden war.
Auch Umsatz geht zurück
Ohne Sonderfaktoren lag der Verlust bei 90 Cent je Aktie verglichen mit einem Minus von 47 Cent wie im Schnitt von Analysten erwartet. Der Umsatz ging um 7,4 Prozent auf 1,23 Milliarden Dollar [904 Mio. Euro] zurück und lag damit im Rahmen der Vorhersagen.
Die wurden jedoch in der vergangenen Woche nach einer Warnung von AMD nach unten angepasst.
"Enttäuschend und nicht akzeptabel"
AMD-Finanzchef Robert J. Rivet nannte die Leistungen im ersten Quartal "enttäuschend und nicht akzeptabel". Das Unternehmen gehe aggressiv die Probleme an, die zu dem scharfen Umsatzrückgang geführt hätten. Das Geschäftsmodell, die Investitionen und die Kostenstruktur würden dem Ziel angepasst, wieder beschleunigt in die Gewinnzone zu kommen.
Der in Sunnyvale [Kalifornien] ansässige Chiphersteller erwartet für das laufende Quartal stagnierende oder leicht anziehende Umsatzzahlen.
Aktien geben nach
AMD-Aktien verloren im nachbörslichen Handel zunächst neun Prozent, erholten sich jedoch im Verlauf und stiegen um 1,2 Prozent auf 14,45 Dollar [10,62 Euro], nachdem die Geschäftsleitung angekündigt hatte, sich eine breite Palette von Möglichkeiten zur Finanzierung anschauen zu wollen.
Intel hatte am Dienstag einen höheren Gewinn bekannt gegeben. AMD ist hinter Intel weltweit die Nummer zwei.
(APA | dpa | Reuters)
