Computerdefekt führte zu Verkehrschaos
Wegen eines Computerproblems in der Wiener Verkehrsleitzentrale kam es am Dienstag und Mittwoch zu umfangreichen Staus in der ganzen Stadt.
Die insgesamt fast 1.200 Ampelanlagen in Wien werden von drei Großrechnern gesteuert. Wichtige Kreuzungen werden zudem mit Videokameras überwacht, um nötigenfalls den Verkehrsfluss durch die Ampelregelung aus der Ferne zu optimieren.
Von Dienstagfrüh bis Mittwochnachmittag war einer der drei Verkehrsrechner in der Polizeileitzentrale Rossauer Kaserne defekt.
Die ausgefallene Decodiereinheit musste durch ein Ersatzteil aus Deutschland ersetzt werden.
60 Ampelanlagen ausgefallen
Rund 60 Ampelanlagen in Wien Hietzing, Landstraße, Brigittenau
und Favoriten waren nicht im Normalbetrieb.
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Details zum System der Verkehrsleitzentrale [pdf]Händische Steuerung als letzte Lösung
Fällt einer der etwa aus dem Jahre 1986 stammenden Rechner aus, sind Signalanlagen in ganz Wien betroffen, die anderen Rechner können die Aufgaben nicht übernehmen.
Mehrere Reservesysteme sollen in so einem Ernstfall einen Verkehrs-GAU verhindern, so Dietrich Öhlsasser von der zuständigen Magistratsabteilung 46.
Es startet ein Notsystem, das die Ampeln zwar immer noch zentral steuert, auf Tageszeiten und unterschiedliche Belastungen der Straßenzüge aber keine Rücksicht nimmt.
Versagt auch das Notsystem, ist nur noch eine Steuerung der Ampeln an Ort und Stelle möglich. Das übernimmt dann die Polizei direkt bei den Steuerkästen an den Ampelanlagen.
Verknüpfung aller Daten beim Verkehrsmanagement Wien
Der nächste Schritt zu Verkehrssteuerung in Wien heißt
Verkehrsmanagement Wien [VEMA]. Dabei sollen Informationen von Park-
und Verkehrsleitsystemen sowie interaktiven Verkehrszeichen digital
mit allen Verkehrsdaten verknüpft werden. Auch bessere
Verkehrsinformation soll dadurch möglich werden.
Verkehrsmanagement Wien
