Weiterer Stellenabbau bei Infineon
Der Chiphersteller Infineon streicht etwa jede fünfte Stelle in der Chip-Produktion an seinem Standort Regensburg.
"Der Wettbewerbsdruck lässt uns keine Wahl. Die Alternative wäre die Schließung des Werks gewesen", sagte Infineon-Manager Hermann Jacobs in der "Süddeutschen Zeitung" [Dienstag-Ausgabe].
In Regensburg würden von den rund 1.600 Stellen im kommenden Jahr 300 bis 350 gestrichen. Auch den Standort München-Perlach werde wohl bald ein Stellenabbau treffen, hieß es.
Infineon wolle - im Rahmen des tarifrechtlich Möglichen - Gleitzeiten und Schichten je nach Werksauslastung flexibler gestalten, sagte Jacobs. Zudem werde das Unternehmen einige freiwillig gewährte Leistungen des Arbeitgebers, zum Beispiel zusätzliche Urlaubstage, streichen.
Der Arbeitsplatzabbau sei Teil eines umfassenden Strukturwandels an den Infineon-Standorten in Regensburg, München-Perlach und im österreichischen Villach, so Jacobs, der diese Werke leitet. Dazu gehöre in Regensburg neben dem Stellenabbau die Umstellung auf eine modernere Fertigungstechnologie sowie die verstärkte Nutzung von Arbeitszeitmodellen.
Infineon baut bis zu 900 weitere Stellen ab
