05.09.2003

TOT & GESAGT

Bluetooth als Phönix aus der Asche

Bluetooth, eine Technologie zur drahtlosen Übertragung von Daten über kurze Distanzen, konnte sich bis dato in der Anwendung nicht wirklich durchsetzen.

Schon mehrmals galt Bluetooth sogar als komplett gescheitert, aber jetzt kommt die Technologie in einer ganze Serie von Produkten auf den Markt zurück.

Microsoft stellte bereits letztes Jahr Eingabegeräte mit Bluetooth-Unterstützung vor. Nun präsentierte der Hersteller weitere Mäuse und Tastaturen mit der drahtlosen Technologie. In Wien wurden sie am Donnerstag vorgestellt.

Zudem kündigte der Hersteller für das Windows XP Service Pack 2 Bluetooth-Unterstützung an.

Minifernlenkauto mit Bluetooth

Neben Microsofts Wireless IntelliMouse Explorer und Wireless MultiMedia Keyboard [beide für Bluetooth] setzt auch Hersteller Sony Ericsson weiter auf den Standard.

Das schwedisch-japanische Joint Venture kündigte für das vierte Quartal neben dem Bluetooth-Headset HBH-200 und dem Bluetooth-fähigen Handy Z600 ein ebenfalls Bluetooth-fähiges Miniauto an.

Das CAR-100 ist laut Angaben kaum größer als eine Streichholzschachtel und mit zwei Gängen ausgestattet.

Es lässt sich mit einem Bluetooth-Mobiltelefon via Telefontastatur oder Joystick aus bis zu zehn Meter Entfernung steuern.

Anstoß fehlte

Der drahtlose Funkstandard sollte binnen kürzester Zeit die automatische Vernetzung von PC-Peripherie, Handys, Handhelds und anderen elektronischen Geräten ermöglichen, so die damalige Vision.

Doch mangelnde Unterstützung der Hersteller ließ die Technologie bis jetzt eher im Dunkeln liegen. Die neuen Produkte könnten dem Standard jedoch den dringend benötigten Anstoß geben.

Bluetooth-Eingabegeräte haben gegenüber anderen Drahtlos-Varianten den Vorteil, dass sie in einem Bereich von bis zu zehn Metern funktionieren. Zudem können die Geräte auch universell eingesetzt werden, um andere Bluetooth-fähige Geräte zu steuern.