Bernard Ebbers bekennt sich nicht schuldig
Der ehemalige WordlCom-Chef Bernard J. Ebbers hat sich vor Gericht im größten Insolvenzfall der US- Geschichte für strafrechtlich nicht schuldig erklärt.
Ebbers' Erklärung vor dem Landesgericht in Oklahoma City war sein erster Gerichtsauftritt, seit der Bilanzbetrug des Telekom-Konzerns WorldCom in Höhe von elf Milliarden USD bekannt geworden war.
Ebbers drohen bei einem Schuldspruch des Gerichts zehn Jahre Gefängnis und eine Strafe von 10.000 USD für jeden Betrugsvorwurf. Das berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe. Ebbers hinterlegte 50.000 USD Kaution.
Verstöße gegen Wertpapiergesetze
WorldCom, Ebbers und mehreren anderen ehemaligen
WorldCom-Managern werden Verstöße gegen Wertpapiergesetze des
US-Bundesstaates Oklahoma vorgeworfen. Es wurde eine
Vorverfahrensanhörung für den 30. Oktober angesetzt.
MCIDie Bundesstaatsanwaltschaft in New York und andere US-Behörden untersuchen den gigantischen WorldCom-Bilanzbetrug und Ebbers' Rolle darin seit mehr als einem Jahr. Es wurden jedoch bisher weder WorldCom noch Ebbers angeklagt. Der frühere WorldCom-Finanzchef Scott Sullivan wurde hingegen des Betrugs bezichtigt; er hat sich nicht schuldig bekannt.
WorldCom firmiert inzwischen als MCI. Die Steuerbehörden von mindestens neun US-Staaten wollen nach Darstellung der Zeitung die MCI-Bücher und -Unterlagen prüfen. Sie wollen feststellen, ob das Unternehmen zu geringe Landessteuern gezahlt hat.
