SMS als jugendliche Kommunikationsform
Rund 90 Prozent der jugendlichen Handybesitzer zwischen zehn und 14 Jahren in Österreich verschicken täglich SMS-Nachrichten.
Das besagt eine aktuelle Studie des Österreichischen Instituts für Jugendforschung, die von Siemens in Auftrag gegeben wurde.
Demnach versenden tendenziell Mädchen mehr SMS-Nachrichten als Burschen. Ein Drittel der österreichischen Jugendlichen verwendet Abkürzungen und Emoticons in ihren SMS-Botschaften.
Zehn Prozent erhalten Handy mit acht Jahren
Laut der Studie bekommen die meisten Kinder ihr erstes Handy mit
zehn Jahren [22 Prozent der Befragten]. Die Altersschwelle sinkt
weiter: Bereits elf Prozent waren neun Jahre, zehn Prozent waren
acht Jahre alt, als sie das erste Handy erhalten haben.
SiemensZwei Drittel senden fünf SMS pro Tag
Kostenbewusstsein wird früh gelehrt: Zwei Drittel [68 Prozent] der Zehn- bis 14-Jährigen besitzen ein Handy mit Wertkarte.
Die meisten Jugendlichen [67 Prozent] besitzen ein Handy, "damit mich meine Eltern besser erreichen können", gefolgt von "um mit den Freunden zu telefonieren" [59 Prozent] und "in Notfällen erreichbar zu sein" [50 Prozent].
Drei Viertel [72 Prozent] der Zehn- bis 14-Jährigen haben ihr Handy immer und überall dabei, lediglich vier Prozent nehmen ihr Handy selten mit.
Jede/r zweite Jugendliche hat ein persönliches Logo auf dem Handy.
89 Prozent der zehn- bis 14-jährigen Jugendlichen verschicken täglich SMS-Nachrichten, mehr als zwei Drittel [71 Prozent] senden bis zu fünf Meldungen am Tag. Am liebsten werden SMS-Nachrichten an Freunde und Bekannte verschickt.
Höflichkeit wird groß geschrieben
Laut der Studie verschicken Mädchen tendenziell mehr SMS-Nachrichten als Burschen. Fast jeder Jugendliche verwendet Abkürzungen in seinen Textnachrichten. Mehr als die Hälfte verwenden Emoticons wie Smileys. Dabei legen Kinder und Jugendliche in ihrer SMS-Kommunikation "Wert auf Höflichkeit", wie die Studie ergab.
"GeSMSt" wird "weil's Spaß macht"
Die Jugendlichen stehen durchschnittlich mit zwei bis drei Personen in regelmäßigem SMS-Kontakt, ein Viertel der Befragten mit bis zu zehn Personen.
Die SMS-Partner ändern sich mit steigendem Alter: Verschicken Zehnjährige am häufigsten SMS-Nachrichten an die Eltern, so verlagert sich mit zunehmendem Alter der SMS-Kontakt zu Schulfreunden und Bekannten.
Als wichtigste Gründe für SMS-Nutzung werden genannt: "weil es Spaß macht" , "statt zu telefonieren" und "um nicht auf die Mobilbox zu sprechen".
57 Prozent nutzen SMS, "um sich zu verabreden" und "um mit anderen zu flirten".
