27.08.2003

ORAKEL

Boom für europäischen Gamesmarkt

Der nach eigenen Angaben größte Gamepublisher Electronic Arts [EA] plant in den kommenden Jahren zum absoluten Branchen-Primus zu werden und mit dem europäischen Umsatz den US-Markt zu überrunden.

EA-Europa-Chef Gerhard Florin sagte dazu der "Financial Times Deutschland", dass er einen Umsatz von drei Mrd. Euro pro Jahr in fünf bis sechs Jahren für machbar hält. Das entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 30 Prozent.

Die europäischen Spieleverlage Atari und Ubi Soft geben sich gelassen. Auch sie erwarten ein Umsatzwachstum in Europa, jedoch von niedrigerem Ausmaß. "Ich hoffe zwar, dass der Markt so wachsen würde, wie EA sich das vorstellt, doch mehr als 20 Prozent dürften nicht drinnen sein", so Atari-Europa-Chef Christian Gloe.

Deutscher Markt rückläufig

Vor allem der deutsche Markt soll nach EA-Plänen das meiste Wachstumspotenzial haben. Seit zwei Jahren jedoch ist der deutsche Markt für Computerspiele rückläufig.

In Deutschland sei zudem vor allem der PC als Gamingstation beliebt, die größten Gewinne erzielen die Gamepublisher jedoch mit Konsolengames, so die "FTD". Rund 75 Prozent der Investitionen bei EA fließen in Konsolenspiele, vorrangig für Sonys PlayStation 2.