Pixelpark weiter in Turbulenzen
Der Internet-Dienstleister Pixelpark strebt trotz massiver Probleme für 2004 die Rückkehr in die Gewinnzone an. Bei der Hauptversammlung in Berlin äußerte sich der neue Vorstandschef Michael Riese am Dienstag überzeugt, dass die einstige Vorzeigefirma des Neuen Marktes ihre Krise überleben werde.
In diesem Jahr erwartet Pixelpark bei sinkenden Umsätzen allerdings wieder Millionenverluste. Überschattet wurde das Aktionärstreffen durch den Rechtsstreit mit dem Firmengründer und einstigen Vorstandschef Paulus Neef.
Im Unterschied zu den Erwartungen vieler Aktionäre erschien der 43-Jährige nicht zur Hauptversammlung. Neef, der immer noch 17,7 Prozent der Pixelpark-Anteile hält, ließ sich vertreten.
Der Streit mit dem fristlos entlassenen Ex-Chef wird vermutlich in diesem Herbst erstmals die Gerichte beschäftigen. Pixelpark will Schadenersatz von insgesamt 23 Millionen Euro geltend machen. Dabei geht es um den Kauf einer Tochterfirma, für die Neef einen völlig überhöhten Preis gezahlt haben soll. Dem Ex-Chef wurde von den Aktionären deshalb auch die Entlastung für sein letztes Geschäftsjahr verweigert.
Neef macht jetzt in "Brand-New Economy"Hoffnungsschimmer
Riese kündigte an, dass die Gewinnschwelle "2004" erreicht werden solle. "Pixelpark lebt und wird auch weiterleben", sagte der seit April amtierende Vorstandschef.
Im Geschäftsbericht beschrieb er die Lage allerdings immer noch als kritisch. Bis Ende 2003 müsse eine Stabilisierung der Umsätze erreicht werden, die mit dem Ende des Internet-Booms zusammengebrochen waren.
Das sei erforderlich, "um den Fortbestand des Konzerns zu sichern". Im ersten Halbjahr machte Pixelpark bei nur noch 6,5 Millionen Euro Umsatz rund 4,4 Millionen Euro Verlust. Das Eigenkapital schmolz bis Ende Juni auf nur noch 7,1 Millionen Euro zusammen.
