Lucent baut Festnetz im Irak auf
Lucent ist vom Engineering-Unternehmen Bechtel mit einem 25-Mio.-USD-Autrag betraut worden, um Teile des Festnetz-Backbones im Irak [wieder-]aufzubauen.
Dabei sollen irakische Mitarbeiter und Ingenieure in den Aufbau stark eingebunden werden, um nach Fertigstellung des Netzes dieses eigenständig betreiben zu können.
Darüber hinaus plant das US-Unternehmen ein Programm für das irakische Telekommunikationspersonal zu etablieren. Mit diesem Schulungsprogramm sollen sowohl Mitarbeiter der "Iraqi Telephone and Post Company" [ITPC] als auch von lokalen Anbietern in der Lage sein, die Übertragungen des Netzwerks unabhängig zu gewährleisten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
US-Handysystem für den IrakHalbes Netz zerstört
Vor dem Irak-Krieg verzeichnete die ITPC bis zu 1,1 Mio. Teilnehmer im irakischen Festnetz. Derzeit sind rund 240.000 Telefonleitungen von insgesamt 540.000 nicht mehr in Betrieb, da diese durch den Krieg beschädigt wurden.
Um die volle Netzwerkkapazität in Bagdad wiederzuerlangen, will Lucent sowohl mit Mitarbeitern von ITPC als auch von lokalen Anbietern zusammenarbeiten.
Der Lucent-CEO für den Nahen Osten und Afrika, Phillip Rosenthall, sagte, dass Lucent sowohl im Bereich der Sprach- und Lichtwellenleiterübertragung als auch beim Design und dem Einsatz des Kommunkationsnetzes Unterstützung biete.
Lucent wird im Rahmen dieses Auftrages 13 "Central Office"-Switches und Technologie für die Lichtwellenleiterübertragung und das Netzwerkverwaltungssystem liefern, das für die High-Speed-Übertragung von Sprach- und Datenmengen entwickelt wurde. Darüber hinaus setzt Lucent auf seine Systemlösungen wie die "5ESS-Very Compact Digital Exchange"-Switches [VCDX], das "Metropolis ADM Multiservice Mux" und das "Navis Network Management"-System. Zusätzlich bietet das US-Unternehmen Unterstützung mittels seiner "Worldwide Services", die im Bereich der Installation, der Systemoperation und -instandhaltung Support leisten sollen.
Bechtel
