Miniatur-Rechner zum Aufsprühen
An der Universität Edinburgh wird zurzeit an Rechnern zum Aufsprühen geforscht.
In den nächsten Jahren sollen 1,3 Mio. Pfund [1,8 Mio. Euro] in die Forschung nach sandkorngroßen Computern investiert werden, die unter anderem in der Medizin Anwendung finden sollen.
So sollen zum Beispiel Herzpatienten mit den kleinen, drahtlos kommunizierenden Computern auch zu Hause überwacht werden können. Dabei werden die Nanorechner auf die Brust des Patienten gesprüht, wo diese den Gesundheitszustand aufzeichnen und die Information an das Krankenhaus übertragen sollen.
Damit könnte nicht nur die Lebensqualität der Patienten verbessert, sondern auch Krankenhausbetten eingespart werden.
Laut Projektleiter Arvid könnten Computer in Zukunft einfach per Spraydose auf Objekte aufgebracht und diese derart "computerisiert" werden. Diese würden dann ein Netzwerk bilden, das drahtlos kommunizieren kann. Auch Stifte könnten auf diese Art behandelt werden.
Universität EdinburghIn Schulen, Geschäften und Krankenhäusern
Auf einem Kubikmillimeter könne ein Sensor für Hitze, Druck, Licht usw., aber auch die Rechnereinheit und die Funktechnologie untergebracht werden, so Arvid weiter.
In den nächsten vier Jahren wollen die Wissenschaftler die Technologie funktionieren sehen. Laut Arvid sollen die Aufsprühcomputer in den nächsten zehn Jahren in Geschäften, Krankenhäusern und Schulen sein.
Das Geld für das Projekt, das auch die Universitäten von Napier, St. Andrews, Glasgow und Strathclyde einbezieht, kommt vom "Scottish Higher Education Funding Council".
