Chinesische Konkurrenz für Google
Eine chinesische Softwarefirma will nach eigenen Angaben der derzeit wohl populärsten Suchmaschine Google Konkurrenz machen.
Die Suchsoftware von Huicong, die über 200 Millionen chinesisch-sprachige Websites verzeichnet, soll demnach Themenkategorisierung, Inhaltsanalyse und die Erkennung von China-Regionen in seiner Engine beinhalten, so die Firma.
Besonderes Feature soll dabei die Fähigkeit sein, Vorschläge für falsch geschriebenes Pinyin, offizielle romanische Schreibweise für Chinesisch, machen zu können.
"Huicong wird sich selbst der Forschung und Entwicklung von chinesischen Suchmaschinen verschreiben um den Traum von Chinas eigenem Google zu realisieren¿, sagte Huicongs Geschäftsführer Chen Pei.
Huicong ist Teil der rund 300 Webportale umfassenden China Search Alliance, die den globalen Suchmaschinen wie Google den Kampf angesagt hat.
Chinesische Allianz gegen GoogleChinesischer Anbieter will an die Börse
Das Tool soll weiters nach MP3s, Bildern und Flash-Animationen suchen können, so Chen.
Eine andere chinesische Suchmaschine namens 3721 Technology plant unterdessen seine Expansion. Die in Peking beheimatete Firma, die rund 60 Millionen Webuser erreichen soll, zieht einen Börsengang in Hong Kong, Singapur oder News York in Betracht.
Die Firma konnte letztes Jahr ihren Suchservice in Microsofts Internet Explorer integrieren, wodurch User nur noch wenige chinesische Zeichen in die Adresszeile des Browsers eingeben müssen um an die gewünschte Information zu kommen.
Mit diesem Auto-Kompletierungs-Feature sei es für chinesische User mit schlechten Englischkenntnissen nicht mehr notwendig sich die Webadressen von Google und Sina-Seiten zu merken, so der Geschäftsführer von 3721.
Bei 3721 können sich Firmen ihre URLs unter einem bestimmten Stichwort registrieren lassen, um derart von den chinesischen Usern leichter gefunden zu werden.
3721 TechnologyWiderstand gegen Google
Die chinesische Allianz will heuer einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen; dieser soll im nächsten Jahr auf 50 Prozent wachsen.
"Google ist bekannt dafür, aggressiv zu wachsen. Durch die Formierung der Koalition können heimische Websites gegen die Invasion Widerstand leisten", formuliert Chen Pei, ein Sprecher der Allianz, die gesteckten Ziele.
China ist bekannt für seine scharfe Netzzensur. Beinahe 50.000 Websites sind für chinesische User im Durchschnitt nicht erreichbar. Manche Themenbereiche wie Demokratisierung, Tibet und Taiwan sind nahezu vollständig blockiert.
