JoWooD mit schwarzen Zahlen
Der an der Wiener Börse notierte steirische Computerspieleproduzent JoWooD Productions Software AG, der Ende 2002 knapp an einer Insolvenz vorbeigeschrammt war, hat im ersten Halbjahr 2003 bei Umsätzen von 12,3 Mio. Euro ein Konzernergebnis nach Minderheiten von 145.000 Euro erzielt.
Im Vorjahr waren im ersten Halbjahr noch 28,7 Mio. Euro umgesetzt, aber nur 50.000 Euro Gewinn erwirtschaftet worden. Im zweiten Quartal 2003, dem branchentypisch zweitschwächsten Geschäftsquartal des Jahres, sei mit 110.000 Euro zum dritten Mal in Folge ein positives Ergebnis erzielt worden, so JoWooD heute in einer Ad-hoc-Mitteilung.
Erst vier Titel veröffentlicht
JoWooD-Vorstand Michael Pistauer zeigte sich mit den bisher
erzielten Ergebnissen "durchaus zufrieden". Erst vier von 14 der für
2003 vorgesehenen Titel seien veröffentlicht worden.
JoWooDMit dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft würden die beiden stärksten Quartale erst kommen. Auch sei noch ein gewaltiger Restrukturierungsaufwand angefallen. Für das Gesamtjahr erwarte er sich beim Konzernergebnis "einen höheren Millionenbetrag", so Pistauer.
Das Halbjahresergebnis ist durch einmalige Restrukturierungskosten in Höhe von 2,15 Mio. Euro belastet. Diese würden primär die Beendigung der Distributionstätigkeiten der deutschen Vertriebstochter Leisuresoft und die Vorbereitungen für die Abgabe der Dynamic-Systems-Gruppe betreffen, heißt es in der Mitteilung weiter.
JoWooD hat in der Berichtsperiode einen positiven operativen Cash-Flow von 2,6 Mio. Euro erwirtschaftet und per Ende Juni 125 Mitarbeiter beschäftigt.
