20.08.2003

BILANZ

Tele.ring im Halbjahr operativ positiv

Der kleinste österreichische Handynetzbetreiber tele.ring hat im ersten Halbjahr 2003 ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erzielt.

Das EBITDA drehte auf plus 6,3 Mio. Euro von minus 5,5 Mio. Euro, der Umsatz erhöhte sich um 44 Prozent auf 141,6 Mio. Euro, berichtet tele.ring-Geschäftsführer Hubertus Hofkirchner am Mittwoch. Für das Gesamtjahr 2003 erwartet tele.ring ein "deutlich positives, zweistelliges EBITDA" und eine weitere Umsatzsteigerung.

Statistik

Die Zahl der tele.ring-Kunden stieg nach Firmenangaben in den ersten sechs Monaten 2003 um 34 Prozent auf insgesamt 603.000, davon 440.000 Mobilfunkkunden [plus 59 Prozent] und 163.000 Festnetzkunden.

Der Vertragskundenanteil im Mobilfunk verdoppelte sich auf mehr als 71 Prozent. Der durchschnittlich Umsatz pro Handykunden [ARPU] erhöhte sich um 22,7 Prozent auf 41,95 Euro im Monat.

Der Umsatz pro Mitarbeiter erhöhte sich um 52 Prozent auf 564.000 Euro. Tele.ring beschäftigte per Ende Juni 520 Mitarbeiter.

Für UMTS sieht Hofkirchner derzeit noch keinen Markt: "Vom UMTS-Hype ist nichts mehr da." Der kommerzielle UMTS-Start von Mobilkom und Hutchison [3] sei verfrüht gewesen, zumal es noch keine vernünftigen Endgeräte und Dienste sowie keine ausgereiften Applikationen gebe. Tele.ring werde UMTS laut Lizenzvorschrift [25-prozentige Netzabdeckung bis Ende 2003] gegen Jahresende einführen, ein "Updaten der Minimalszenarien" werde aber bis 2004/05 "mehr als ausreichend" sein, erwartet Hofkirchner.