14.08.2003

HALBJAHR 2003

Gericom mit schwachem Halbjahr

Der Linzer Notebook-Hersteller Gericom hat im Halbjahr ein 11,6-prozentiges Umsatzplus auf 235,5 Mio. Euro und einen deutlichen Einbruch beim Betriebsergebnis [EBIT] von 9,9 auf 4,2 Mio. Euro verbucht, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen mit.

Im ersten Halbjahr habe Gericom den Notebook-Absatz in Europa um 49 Prozent auf 192.000 gesteigert und damit eine Rekordmarke erreicht, hieß es.

Den Grund für das im Vergleich schwache Umsatzwachstum sieht das Unternehmen im verschärften Kampf um Marktanteile und der schwachen Konjunktur, was den Preisrückgang auf dem Notebook-Markt beschleunigt und das Ergebnis belastet habe.

EBIT in Q2 stark gesunken

Der Umsatz wäre weit höher ausgefallen, wenn die Vertriebspartner ihre vertraglichen Abnahmeverpflichtungen einhalten hätten können, meinte Gericom-Vorstandsvorsitzender Helmut Oberlehner.

Gericom habe zwar auf die Durchsetzung von Ansprüchen verzichtet, aber längerfristig verbindliche Abnahmezusagen erreicht. Durch diesen einmaligen Sondereffekt sei das EBIT im zweiten Quartal stark belastet worden und mit minus 0,7 Mio. Euro erstmals negativ ausgefallen, nach plus 5,6 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Der operative Cash-Flow verbesserte sich im Halbjahr um 26 Mio. auf 13,8 Mio. Euro per Ende Juni. Die liquiden Mittel erhöhten sich von 33,1 auf 51,4 Mio. Euro.

Der Auftragsstand lag Ende Juni bei 31,7 Mio. Euro nach 46,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang zum Vorjahr sei lediglich stichtagsbezogen, aktuell liege man bereits deutlich darüber, so Oberlehner.