PS3 auf dem Weg zum Supercomputer

Cluster
11.03.2007

An der North Carolina State University wurde der laut eigenen Angaben erste akademische PS3-Cluster in Betrieb genommen.

Der Wissenschaftler Frank Mueller hat unter Linux acht Stück PlayStation 3 [PS3] zusammengeschaltet, die gemeinsam die Kraft eines kleinen Supercomputers liefern sollen – für einen Bruchteil des Preises: Rund 5.000 US-Dollar soll der Cluster gekostet haben.

Arbeitsspeicher als Limit

Durch den integrierten Cell-Prozessor seien die Spielekonsolen bestens geeignet, um den wissenschaftlichen Ansprüchen des "Number crunching“ gerecht zu werden, so Mueller.

Einzig das derzeitige Limit von 512 MB Arbeitsspeicher sei noch zu umgehen, hier hofft Mueller, mehr RAM einbauen und nutzen zu können.

Ein weiteres Problem liegt laut Angaben in der begrenzten Geschwindigkeit für bestimmte Kalkulationen, die aber mit der nächsten Cell-Generation ausgeräumt werden sollen.

10.000 PS3s für echten Supercomputer

Laut Mueller schafft es sein PS3-Cluster nicht in die Top-500-Liste der schnellsten Supercomputer, bei der IBMs Blue/Gene-L mit 130.000 Prozessoren seit einiger Zeit unangefochten an der Spitze liegt.

Rund 10.000 PS3s sollen aber ausreichen, um den schnellsten "Computer" der Welt zu bauen [allerdings mit auf Grund der Bauweise teilweise begrenzten Netzwerk- und Kalkulationsfähigkeiten].

Jede PS3 enthält sieben CPUs, sechs für das "Number crunching" und eine generalisiert nutzbare CPU mit Zweiweg-Multithread-Fähigkeit – ergibt laut Mueller zusammen 64 logische Prozessoren im Cluster. Er soll für Unterricht und Forschung genutzt werden.